Nach starkem Saison-Auftakt brachten mehrere Niederlagen die Schönbuch-Handballer um gute Chancen

hsg maenner wuerttembergligaDie letzten Niederlagen der Männer I waren nicht in jedem Fall über die bekannten Stärken der jeweiligen Gegner erklärbar. So muss die HSG zusehen, wie sie die laufende Saison zu Ende spielen will. Trainer Holger Breitenbacher (Bild) wurde in der Kreiszeitung nach dem Spiel gegen den Tabellenzweiten TSVAlfdorf/Lorch, das die HSG mit 20:41 verlor, deutlich: „Unterirdisch schlechte Leistung. So etwas ist mir in meiner ganzen aktiven Laufbahn noch nie passiert. Das war zu keiner Zeit württembergligatauglich“. In den Tagen vor dem Heimspiel gegen Oberstenfeld ist einiges aufzuarbeiten, denn anschließend geht es nach Remshalden. „Es muss sich einiges ändern", so Holger Breitenbacher.

Wochen der Wahrheit warten in der Württemberg-Liga Nord

Es ist schwer geworden leistungsorientierten Amateursport zu betreiben. Fußballer und Handballer wissen landauf und -ab ein Lied zu singen. Seit Jahren ohne HSG-Vorstand, trotzt die Männer I den bislang erfolglosen Bemühungen der HSG-Leitung, sich organisatorisch auf ebenso stabile Beine zu stellen, wie das Team-Management bei Männer I und den Frauen.

 

HSG TrainerMit Holger Breitenbacher hatte die HSG Glück einen Trainer und Kenner der Szene engagieren zu können, der mit Können und besonderem Geschick auf die Routiniers baut und den Talenten Spielpraxis ermöglicht.

 

Immer im Wissen, dass die anderen Vereine in der Liga nicht nur mit Wasser kochen, sondern sich vielfach mit „bezahlten Spielern“ die Liga erhalten oder um Aufstiegsplätze spielen. Eine Wettbewerbsverzerrung ist nicht zu übersehen. „Wenn man die unterschiedlichen Ausgangspositionen der Vereine betrachtet, können die Fans nachvollziehen, warum die HSG möglicherweise ihr hochgestecktes Ziel Württemberg-Liga – was einem Aufstieg gleichkäme – eventuell nicht erreicht“, so Coach Breitenbacher, der zum Jahresanfang 2020 seinen Vertrag im Schönbuch verlängert hat. So gesehen haben sich die Mannen um Teamsprecher Julian Krüger mehr als achtbar geschlagen. Platz 6 in der Saisonabschlusstabelle müsste her, um in die einteilige Württemberg-Liga zu gelangen. Die Besten der Gruppen Süd und Nord bilden ab nächster Saison die einteilige Württemberg-Liga. Für die anderen heißt es „Verbandsliga Württemberg“.

21. März: Lokalderby gegen BB/Sifi in der Holzgerlinger Sporthalle

Nach den Erfahrungen der letzten Wochen mit teilweise unglücklichen Niederlagen und Totalversagen versuchen Breitenbacher und Spieler das ehrgeizige Ziel „Württemberg-Liga“ doch noch zu erreichen. Am Willen mangelte es bis zum Spiel gegen Alfdorf/Lorch nicht. Die baldige Rückkehr von einigen langzeitverletzten Spielern könnte dem Team wieder neue Impulse verleihen.

Blick man zu den Nachbarn nach Böblingen/Sindelfingen, scheinen die dortigen Akteure die gleichen Probleme zu begleiten. Man darf gespannt sein, in welcher Form die beiden Mannschaften beim Heimspiel in der Schönbuch-Sporthalle am 21. März aufeinander treffen.


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