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Über die wahren Gründe der Trennung wird spekuliert – denn Oßwald wird sicher bald seine Tätigkeit in einem anderen Verein fortsetzen wollen.

SpVggHolzg LogoEigentlich nur eine alltägliche Meldung. Die Kündigung von Martin Oßwald (Foto) bedeutet deshalb nichts Ungewöhnliches. Für unterklassige Vereine, speziell im Fußball, wird es immer schwieriger die zum Verein passenden Coaches zu finden. Dass nach gerade mal 16 Monaten ein anerkannter Trainer aus dem lokalen Umfeld der Hotze-Kicker ankündigt „im Sommer ist Schluss, wegen Familie und zum Kraft tanken“, so jedenfalls standen Details in der KREISZEITUNG, die über die spärlich und allgemein gehaltene Pressemeldung der Fußball-Abteilung hinausging. Damit könnte man es jetzt bewenden lassen. Ja, wenn nicht gute Leute wie Gluiber, Reichardt und Oßwald nach relativ kurzer Zeit in Holzgerlingen das Handtuch geworfen hätten.

 

MartinOßwaldIn den Statements von Oßwald und dem Sportlichen Leiter Rainer Tremmel kann man in und zwischen den Zeilen herauslesen, dass die wahren Gründe für Oßwalds Abgang vermutlich tiefer liegen. Hatte Oßwald doch seinen hauptberuflichen Arbeitsplatz nach Holzgerlingen verlegt – das spricht schon eher dafür, dass seine Arbeit als Trainer längerfristig angelegt war. Beide Seiten, Oßwald und Tremmel, bemühen sich den Ball über die tatsächlichen Gründe der überraschenden Trennung flach zu halten.

Oßwald hat schon recht, wenn er die Leistungsspirale seiner Kicker bemängelt und damit gleichzeitig deren Trainingsintensität. Ok, mit diesen Erscheinungen müssen alle Trainer und deren Vereinsbosse kämpfen. Spielt Geld wie in Holzgerlingen eine untergeordnete Rolle, dann wird es schwierig gute Landesliga-Spieler bei Laune zu halten. In der November-Ausgabe des PPMagazin 2019 kritisierte schon der Schönaicher Coach Gerry Ott ähnlich Erscheinungen in seinem Klub

UteNordmannDie Holzgerlinger haben sich mit drei aktiven Mannschaften im Spielbetrieb und zig Jugendmannschaften einiges aufgeladen. Unterm Strich funktioniert „Hotze“ nur, weil engagierte ehrenamtliche Macher den Laden am Laufen halten. Ändert aber nichts an der Tatsache, dass Ute Nordmann (Foto) & Co. seit Monaten vakante Stellen, nämlich Abteilungsleiter und Leiter des Wirtschaftsbetriebes, beklagen. Jetzt ist man auch noch auf der Suche nach einem Trainer für die für die Männer I. Der Autor dieser Zeilen ist gespannt, ob die Arbeit von Oßwald bis Saisonende andauert oder ob man sich von der „lame duck“ früher trennt. Die Spielergebnisse werden letztendlich darüber entscheiden.

 

 


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