Ball mit Netz

 

 

 

 

 

Holzgerlingens Landesliga-Kicker noch mit Höhen und Tiefen

Ein Landes-, ein Bezirks- sowie drei A – Ligisten vertreten die Schönbuchlichtung im Fußball Bezirk Böblingen/Calw in der Spielzeit 2019/2020 wobei es in der Kreisliga A zu einigen spannenden Nachbarschaftsduellen kommt.

Von unserem Mitarbeiter Hans-Christian Schunke

 

Fussball HolzgerlingenGleich das erste Pflichtspiel der Holzgerlinger „war uns eine Warnung für die neue Saison“, analysiert Co-Trainer und Torwart Malte Bonertz den 6:2 Pokal Erfolg gegen den Liga-Konkurrenten Mühlheim. „Eine Stunde spielen wir richtig gut. Führen 5:0 und lassen dann ein paar Prozente nach.“ Der Gegner verkürzt und hat nach den beiden Toren zum 5:2 die Chance zum dritten Treffer. „Wer weiß was passiert wäre, wenn der gefallen wäre“, so Bonertz. Eine Warnung zum richtigen Zeitpunkt? Zu frisch ist die Erinnerung an die letzte Saison als man bereits mit einem Bein abgestiegen war ehe der neue Trainer Martin Oßwald die Wende einleitete. „Zwei total unterschiedliche Halbserien doch Martin Oßwald hatte richtig Bock auf die Aufgabe und dieser Funke ist auf uns als Mannschaft übergesprungen“, ist Bonertz lange genug im Geschäft um zu wissen dass man sich für vergangene Erfolge nichts kaufen kann. „Für uns geht es vom ersten Spieltag an darum Punkte für den Klassenerhalt zu holen.“ Zweckpessimismus pur oder? „Keineswegs“, so der Co. „Es wird eine ganz schwere Spielzeit, denn am Ende steigen gleich fünf Mannschaften direkt ab. Dazu muss einer in die Relegation. Das ist schon eine Aufgabe und wir müssen uns alle darüber im Klaren sein, mit achtzig Prozent gewinnen wir kein Spiel.“ Die Hinrunde der letzten Saison sowie das Pokalspiel gegen Mühlheim sollte Warnung genug sein. Nun gilt es für die Hotze-Kicker.

TSV Schönaich:

Ex FussballerChef LutzAllen Bedenken zum Trotz belegte der TSV Schönaich einen guten 9. Platz in der Abschlusstabelle der letzten Spielzeit und „damit sind wir sehr zufrieden“ so das Resümee des ehemaligen Abteilungsleiters Jürgen Lutz (Bild). „Die Mannschaft hat das in der Rückrunde sehr gut gemacht.“ Womit die Zielsetzung der Mannen von der Elsenhalde vorgezeichnet ist. „Wir wollen uns ein, zwei Plätze in der Tabelle verbessern. Auf alle Fälle einen einstelligen Tabellenplatz belegen.“ Zudem soll der eingeschlagene Weg, mit jungen Spielern zu arbeiten, fortgesetzt werden. Passend dazu hat der neue Trainer, Patrick Stierle, drei seiner ehemaligen Schützlinge von den Böblinger A-Junioren mitgebracht. „Quasi als Auffrischung, denn dieser Weg ist für uns alternativ los“, so Lutz, der dem Schönaicher Lenkungsteam angehört, denn gesucht wird weiterhin ein Nachfolger für ihn. „Aktuell müssen wir schauen, dass wir das Tagesgeschäft bewältigen.“

 

 

 

 

Fussball AltdorfWährend viele Menschen auf der Suche nach ihren Idealmaßen sind, da hat der TV Altdorf seine längst gefunden. Die lauten 28, 15, 15 und 10. Seit 28 Jahren ist Jan Frohnmüller Vorstand. Michael Rathgeb (Abteilungsleiter) und Trainer Dietmar Brösamle bringen es auf 15 Jahre, während Petar Caljkusic seit zehn Jahren die TVA – Familie im Sportheim bewirtet. Womit die Altdorfer Philosophie genannt ist. „Wir sind nicht auf Teufel komm raus auf Söldnerjagd um die Klasse zu erhalten“, unterstreicht Rathgeb. „Kontinuität ist unser Ziel.“ Was zur Folge hat, dass die Altdorfer seit Jahrzenten durch die Ligen des Bezirks schnuppern, immer abhängig davon was die eigene Jugendarbeit an Spielern hervor bringt. „Ein Platz so zwischen Rang fünf und neun“, wünscht sich Rathgeb für die neue Runde und nimmt als Maßstab die letzten sieben Begegnungen der verflossenen Saison. „Da haben wir echt gut gespielt. Wenn dann auch noch alle fit sind, dann können wir auch etwas reißen.“ Hebt aber sofort den mahnenden Finger, denn „die Liga ist eher stärker geworden.“ Dazu kommt die alte Weisheit, dass ein zweites Jahr in einer neuen Spielklasse meistens schwieriger wird als das Erste.

 

Fussball Weil im SchönbuchVergnügungssteuerpflichtig war sie nicht, die abgelaufene Spielzeit, denn als Gerry Ott im Gaiern anheuerte hatte die SpVgg Weil im Schönbuch gerade einmal vier mickrige Pünktchen auf der Habenseite. Am Ende waren es 36, doch es durfte bis zum Schluss gezittert werden ehe der Klassenerhalt in trockenen Tüchern war. „Das ging an die Substanz“, blickt Ott zurück. „Die spielerische Komponente wurde auf‘s Abstellgleis geschoben. Kampf und Einsatz hießen die Tugenden um die Liga zu erhalten.“ Und genau hier hat Ott angesetzt. Eine Kern-Kompetenz, wie Ausdauer, war fester Bestandteil in der Vorbereitung. „Dazu habe ich in vielen Einzelgesprächen die Spieler in die Pflicht genommen.“ Was auch nötig ist, denn Waldenbuch und Oberjesingen heißen die beiden ersten Gegner. Ein Ab- und ein bärenstarker Aufsteiger. „Wenn es dumm läuft starten wir mit null Punkten. Das müssen wir verhindern.“ Zumal die Liga eher stärker geworden ist. „Ausreißer nach hinten sehe ich keine“, erwartet Ott, dass die Truppe dem Weiler Umfeld etwas zurückgibt, „wie der Arbeitskreis, die Abteilung und die Zuschauer die Mannschaft unterstützen ist hervorragend. Nun ist die Mannschaft gefragt.“

 

Fussball Hildrizhausen„Wir sind zufrieden, doch wir ruhen uns nicht aus.“ Eine Aussage von TSV-Abteilungsleiter Mathias Steinhübel die sich fast schon wie eine Kampfansage anhört. Und zwar in positiven Sinne. Als das Team Steinhübel in Hildrizhausen das Zepter übernahm lag zwar nicht alles in Schutt und Asche. Doch die Aussichten ähnelten eher einem grauen Novemberabend, denn einem strahlenden Sommermorgen. Von der Kreisliga B über die Verbandsliga zurück in die Sicherheitsliga. Back to the roots im negativen Sinne. Die Ziele der „Nachwuchs-Abteilungsleitung“ zählt Steinhübel noch einmal auf. „Aufstieg in die A-Liga, dort etablieren, wieder eine 2. Mannschaft ins Leben rufen, Flutlicht an beiden Plätzen, die Spielfelder in einen guten Zustand versetzen, wirtschaftliche Stabilität schaffen und die Kooperation mit den US-Boys fortführen.“ Aktuell können die Hausener hinter allen Projekten einen dicken Haken machen. Dazu kommt eine Frauenmannschaft, die eigentlich gar nicht geplant war. „Wir sind zufrieden. Ruhen uns aber nicht aus.“ Weitere Pläne sind die Schaffung von neuen Umkleidemöglichkeiten, „unser nächstes Projekt“, so Steinhübel. Was die Zukunft in der A-Liga angeht? Auch hier wurden Nägel mit Köpfen gemacht. „Wir sind in der Breite besser aufgestellt als in den letzten Jahren.“


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