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Neun Motorradfreunde lieben das Abenteuer auf unbekanntem Terrain

Motorradfahrer wissen: Zwei Räder bedeuten Freiheit. Noch mehr, wenn man damit im Ausland unterwegs ist. Deswegen haben sich neun Motorradfreunde zusammengefunden und fahren nun seit zwei Jahren durch die Welt. Indien und Marokko waren zwei ihrer Ziele. Immer mit dabei: Improvisationstalent.

Von unserer Mitarbeiterin Rena Weiss

2 MarokkoFlagge„In Marokko ist uns mal mitten im Nirgendwo der Sprit ausgegangen“, sagt Frank Luppold, den alle nur Lupi nennen. Er ist einer von neun Männern aus Holzgerlingen und Umgebung, die seit zwei Jahren im Ausland aufs Motorrad steigen und auf teils sehr abenteuerlichen Strecken unterwegs sind: Uli Scheuermann, Manfred Hiller (Manne), Axel Gaiser, Uwe und Timo Drieselmann, Wladimir Sabasch (Wladi), Rainer Gauss (Kuli) und Charles. Lupi spricht dabei von einem für ihn ganz besonderen Moment, der letzten Reise. „Wir hatten zeitweise keine Ahnung, wo wir sind.“ Ein Teil der Gruppe hatte sich bereits in Richtung Hotel verabschiedet, Lupi und einige anderen wollten „nur gschwind ins Atlas fahren“. Es ging Berge hoch und runter – weit und breit keine Menschen. „Es war eine wunderschöne Rundfahrt“, erinnern sich die Biker. Genau solche Strecken und Momente sind es, was das Motorradfahren für sie ausmacht: absolute Freiheit. Bis jedoch eben der Sprit fast alle war. Drei

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Gipfel von 2500 Meter Höhe haben die Biker dabei schon hinter sich. Den Berg runter rollen lassend, trafen sie ein paar Einheimische. „Wo ist die nächste Tankstelle?“ Jeder sagte eine andere Distanz, erinnert sich die Gruppe mit breitem Grinsen im Gesicht. „Es kommt ein Haus mit Benzin“, wurde ihnen mitgeteilt. Denn in Marokko sind Tankstellen nicht wie in Deutschland. Bangend und mit leerem Tank fanden die Biker dann doch eine. Es war eine Garage und in ihr befand sich ein 5 400Px 23 09 TinghirFass mit Benzin. Aus diesem Fass wurde mit einer Plastikflasche Benzin abgefüllt, erzählt Lupi. „Die Klugen waren schon lange im Hotel“, zieht Driesi seine Biker-Freunde auf. Die Bilder, die Lupi dann aber zeigt, sprechen eine andere Sprache. Beeindruckende Landschaften entlohnten den Abenteuermut.

 Wüstenerprobte Männer und Bikes

„Wir waren bislang immer auf unser Improvisationstalent angewiesen“, fasst Wladi die Reisen zusammen. So waren die Biker schon in Florida, Indien, Marokko und als nächstes geht es nach Transsilvanien. Vor Ort leihen sie sich die Maschinen aus. In Marokko waren es Enduros von Yamaha. „Die sind Wüstenerprobt“, sagt Lupi zu den Motorrädern mit denen bislang immer alles gut funktioniert hat. „Handyempfang ist auch immer da“, sagt Driesi noch. Das erstaunt den ein oder anderen, wenn er hört wohin die Männer reisen. Doch Deutschland sei da einfach ein bisschen hinterher.

 7 400Px 24 12 MerzougaDie Männer sind alle zwischen 54 und 61 Jahre, bis auf Timo, der mit 28 Jahren der Jüngste ist. Warum also jetzt und wie kamen sie zu den Touren durch die Welt? „Irgendjemand hatte halt die Schnapsidee“, erzählen die Männer. Die Gruppe kennt sich bereits seit Jahrzehnten und alle waren schon in jungen Jahren mit Motorrädern unterwegs. Globe Trotter Manne hat bereits in Indien eine Tour gemacht. Er ist nun der Tourguide für die Gruppe, kümmert sich um de Flüge, die Motorräder und die erste Übernachtung – alles noch von Deutschland aus. Ab da, so die Männer, wisse man nie, was passiert oder wo sie landen. Ganz wichtig: Es soll stressfrei sein. „Wir machen ja auch Sightseeing“, sagt Wladi. Am Tag legen sie so bis zu 250 Kilometer Strecke zurück – gemütlich eben.

 

 

9 400px 26 03 TaroudantGemütlich? Auf Schotterpisten, glatten und nassen Steinen oder über Sanddünen fahren die neun Männer auf ihren rund zehntägigen Urlaubsreisen. Hier unterstützen die erfahrenen die unerfahrenen Fahrer. Dabei geht aber auch mal etwas zu Bruch. In Indien waren gleich zwei Motorräder kaputt. Kein Problem: Bei den Freunden hinten drauf und das Gepäck umgeladen. Viel Gepäck haben sie sowieso nicht. „Beeindruckend ist dabei, dass nichts ein Problem ist“, sagt Lupi, „alle improvisieren und reißen sich für dich die Füße aus.“ Immer wieder hören die Männer den Satz: „No Problem“. Das liegt vermutlich auch an der recht unbürokratischen Art und Weise der Länder. Neben den Garagen-Tankstellen, sind auch die Werkstätte irgendwo im nirgendwo in einer kleinen Hütte.

 

Neue Länder kennenlernen - 2020 geht es in die Karpaten. Graf Dracula lässt grüßen

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„Für mich ist das Beeindruckteste unsere Gruppe“, sagt indes Wladi, „wir warten aufeinander und es ist gechillt,“ Das sei nicht selbstverständlich bei all den verschiedenen Charakteren und den verschiedenen Erfahrungswerten mit dem Motorradfahren. „Jeder darf fahren, wie er will“, sagt Lupi, „es bringt ja auch nichts, wenn man sich überschätzt.“ Denn was die Gruppe verbindet, ist neben der Liebe zu Motorrädern auch das Interesse daran, neue Länder kennenzulernen. „Es ist etwas ganz Besonderes“, sagt Driesi. Das wollen sie erleben, solange sie körperlich noch fit sind. Deswegen ist die nächste Reise bereits in Planung. „Wir sind alles Vollblutmotorradfahrer. Es gibt für uns nichts anderes.“

10 400px 26 07 01 Riad Anma Taroudant11 400PX 27 04 AgadirSo wie es die Zeit der Biker erlaubt, treffen sie sich donnerstagabends zu einem Stammtisch um mit viel Spaß die Erlebnisse vergangener Touren Revue passen zu lassen. Klar, dass dann auch schon über das neue Vorhaben diskutiert wird. Fast jeder hat dazu dann einen Beitrag. Vor allem aus den Mythen um Graf Dracula, der in Rumäniens Karpaten sein Unwesen getrieben haben soll.

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