Gazi Stadion KICKERS

 

Fußball-Verein der Herzen sucht den Anschluss nach oben.

Über Jahrzehnte wurde der Fußball in der Schwabenmetropole von den Stuttgarter Kickers auf Degerlochs Höhen und dem Cannstatter Bundesligisten VfB Stuttgart geprägt. Die Fußball-Schlagzeilen werden inzwischen von Vereinen in den Bundesligen geschrieben. Dorthin haben die Kickers allerdings den Anschluss bis auf weiteres verloren. Erste, Zweite und Dritte Bundesliga liegen lange zurück, verbunden mit einem stetigen Auf- und Ab. Mehr abwärts und als Folge heute fünftklassig in der Oberliga.

In Erinnerung bleibt das DFB-Finale 1987 in Berlin. Nach Siegen gegen Tennis Borussia Berlin, Neunkirchen, Hannover, Eintracht Frankfurt und Fortuna Düsseldorf bestritten die Kickers gegen den Hamburger SV das Endspiel und verloren dieses mit 1:3.

kickers logoInsgesamt erlebten die Kickers unter der Präsidentschaft von Axel Dünnwald-Metzler in den Jahren 1979 bis 2003 die letzte Blütezeit. Der ehemalige Fußballspieler und Ehrenpräsident hatte als Unternehmer eines weltweit operierenden Vertriebs nicht unerhebliche Mittel in die Kickers gesteckt. Nach seinem Tod im Jahr 2004 begann die finanzielle und nachfolgend sportliche Leidenszeit des Vereins. Eine kleine Gruppe von Sponsoren wie die Schwabenbräu, Minol, Porsche MHP, Gazi, Hahn Automobile, Uhlsport, Südwestbank und andere. stecken seit Jahren Mittel in die Stuttgarter Kickers. Aber nicht genug um sportlich wieder in Bundesliga-Nähe vorzustoßen. Bei den Kickers wird jetzt gespart, eine gut überlegte Personalpolitik betrieben. Ziel: Mehr sportliche und finanzielle Kompetenz. Mit Rainer Lorz (im Bild links) steht seit 2010 ein Rechtsanwalt an der Spitze des Clubs: „Die Kickers werden nicht untergehen. Wir haben zwei Ziele: den sofortigen Wiederaufstieg und den Abbau unserer aufgelaufenen Schulden“. Im Frühjahr zur Stuttgarter Zeitung: „Ich will jetzt die Weichen stellen und den Verein aus seiner bisher schwersten Krise führen“.

 

VON DER STEIERMARK INS SCHWABENLAND

Höfinger LorzDen ehemaligen Holzgerlinger Unternehmer, heutigen Ruheständler und aktiven Stadtrat Heinz Höfinger (im Bild rechts) begleitet seit 1999 in seiner schwäbischen Wahlheimat der Traditions-Fussball-Verein „SV Stuttgarter Kickers“. Im Rahmen seiner beruflichen Tätigkeiten waren die „Kickers“ Teil seines Netzwerkes und zugleich war er „Sponsor der Blauen“. Neun Jahre war der Fußballnarr im Aufsichtsrat der Kickers und seit drei Jahren im Ehrenrat. In letzter Funktion ist er beratend tätig, Ansprechpartner und Schlichter im Aktiven-Bereich. Heinz Höfinger hat in seiner österreichischen Heimat aktiv Fußball gespielt, war aber nach der Umsiedlung nur noch als Fan und Förderer des Holzgerlinger Fußballs und gelegentlich als Spieler der AH aktiv.

 

 

In Klinsmann, Buchwald und Höfinger fließt „blaues Blut“.

Kein Adel, aber den Kickers eng verbunden – Kickers am 12.11. Spitzenreiter der Oberliga Baden-Württemberg

Es gibt keinen Grund als Fußballfan verächtlich auf die Stuttgarter Kickers herunterzuschauen, die sich derzeit an der Tabellenspitze der Oberliga befinden, vor dem punktgleichen SSV Reutlingen. Der große Bruder aus dem Stuttgarter Osten, der VfB, erlebt derzeit wieder, was die Kickers auf Degerlochs Höhen schon lange und mit schwerwiegenden Folgen hinter sich haben. Man darf aber mit etwas stolz auf Spieler blicken, die bei den Kickers „gelernt“ und Karriere beim VfB gemacht haben. Es seien nur Karl Allgöwer, Jürgen Klinsmann und Guido Buchwald als Beispiele genannt.

Die Kickers befinden sich auf gutem Weg zurück in die Regionalliga. Dabei werden sie bei ihren Heimspielen im Schnitt von 2500 Fans begleitet. Eine einmalige Erscheinung in der Oberliga.

Kickers gegen Reutlingen – schwäbisches Lokalderby am 9. Dezember

Das liebe Geld setzte den Blauen über die ganzen letzten Jahre enge Grenzen, wenn es darum ging sich zu verstärken. Derzeit sind die Kickers noch „fünftklassig“, mit Tendenz nach oben. Der Holzgerlinger Heinz Höfinger bleibt „seinen Blauen treu“ und fährt regelmäßig zu den Oberliga-Spielen in’s Gazi-Stadion. Am 9. Dezember steigt der Liga-Hit in Degerloch. Dann kommen die Reutlinger. Die Zuschauer dürfen sich auf ein neues Dach auf über der Gegengeraden freuen. mwa


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