RingerInternet LogoKampfgemeinschaft mit dem KV95 Stuttgart scheiterte trotz sportlicher Erfolge
Ehningens Interesse ging über Sondierungsgespräche nicht hinaus

Der KSV Holzgerlingen hat die 2016 hoffnungsvoll gestartete Kampfgemeinschaft – das PPM berichtete ausführlich darüber - mit dem KV95 Stuttgart Anfang 2018 überraschend beendet und war bis Mai auf der Suche nach einem neuen Partner.

Somit kämpft eine Traditionssportart auf der Schönbuchlichtung um’s Überleben.
Ringen - eine Zweikampfsport in höchster Vollendung. Mann gegen Mann – eben ein Sport für ganze Männer und Jungs, die erst noch richtige Kerle werden wollen.


Es ist mühsam Gründe zu suchen, die den Abwärtstrend verursacht, begleitet und bezogen auf die ehemalige Ringer-Hochburg Holzgerlingen beschleunigt haben. Nachdenklich stimmt, dass man im wenige Kilometer entfernten Ehningen den Sport schon über Jahre hochhalten konnte. Früher „Konkurrenz“, heute erfolgreich, auch mit Athleten, die einst ihr Ringer-Handwerk in Holzgerlingen erlernt hatten. Zählt man nach, kommen Sportinsider fast auf eine ganze Mannschaft, die ehemals die blau-weißen Farben des KSV vertraten und inzwischen bei verschiedenen höherklassigen Vereinen aktiv sind.

Den Autor dieser Zeilen haben die KSV-Ringer via WhatsApp von „offiziellen Nachrichten aus dem Verein“ abgeschnitten, nach dem zur Vorbereitung eines redaktionellen Beitrages Anfang 2017 vermeintliche „unangenehme Fragen“ gestellt wurden. Seither berichtet das PPMagazin über „ehemalige“ Athleten – was wiederum die KSVer als Spitze gegen ihren Verein betrachten. So viel zur Meinungs- und Pressefreiheit, wenn sich Funktionäre gekränkt fühlen oder der Fokus auch mal auf ihre Arbeit gerichtet wird.

NicolaeAcris1Aus gut unterrichteten Kreisen war zu hören, dass die Aufkündigung der Kampfgemeinschaft mit dem KV95 alles andere als „sportlich fair“ gelaufen sei und man seither - oder gar vorher schon - eine nachbarschaftliche Liaison mit den TSV Ehningen eingegangen war. Eigentlich eine gute Idee – hätte man diese früher verfolgt. Unsere Redaktion kann leider mit keinen aktuellen Statements des KSV dienen. Nach dem bekannt wurde, dass der „Punktesammler“ Nicolae Acris (Bild) seine Zelte in Aichhalden aufschlägt und somit der KSV zur Bildung einer KG mit dem ehemaligen Erzrivalen Ehningen wenig bis gar nichts „personelles“ einbringen konnte, hat der TSV auf eine Kooperation verzichtet und somit stehen die Ringer Ende Mai (Redaktionsschluss) ohne Kooperationspartner und mit leeren Händen da.

 

Fabian Renz Aber nicht nur das, mit der Einstellung der Vereinszeitung „ARENA live“ haben die Ringer auch wichtige Werbepartner in der heimischen Wirtschaft verloren. Ein hartes Jahr wartet auf die wenigen Macher, die die Vereinsfarben in der untersten Klasse im Bezirk Stuttgart hochhalten wollen. Wenn überhaupt. Die ehemals sehr guten Beziehungen nach Stuttgart sind durch das einseitige Trennungsbetreiben gestört. Beim KV95 kann man den Bruch der Beziehungen nicht verstehen, so jedenfalls war vom ehemaligen Wettkampfpartner zu hören.

Abteilungsleiter Fabian Renz (Bild links) und seinem Stellvertreter Manuel Schmid stehen schwere Zeiten bevor um am Ende wieder ein wettbewerbsfähiges Team für den Ligabetrieb zusammen stellen zu können.

 

 

 

 

ManfredPortrait SWKOMMENTAR Wo geht die Reise hin? Darf man dies fragen, ohne zur Zielscheibe von Ewiggestrigen zu werden? Und dabei einen kritischen Blick auf die vergangenen 15 Jahre wirft. Von Seiten der Verbände, die Meisterschaften, Turniere, Trainer- und Kampfrichterausbildung organisieren, kamen wenige Impulse für die Basisarbeit in den Vereinen. Auf der anderen Seite hat es jeder Verein selbst in der Hand sich eine eigene Konjunktur zu schaffen. Dazu muss man sich allerdings öffnen für neue Gedanken und Ideen, für Sportfreunde die mitanpacken, die über Netzwerke verfügen und sich einbringen wollen. Bei der KSV-Trutzburg nicht einfach. Das ist jedenfalls mein Eindruck, geprägt von Wehmut, wenn man an die ehemals stolzen und erfolgreichen Ringer des KSV denkt.


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