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ChristianSchunkeVon unserem Fußball-Fachmann Christian Schunke (Bild)

Auf den Zielgeraden bietet König Fußball auf der Schönbuchlichtung für jeden Geschmack spannende Unterhaltung. Zum Beispiel in der Landesliga, wo die Spvgg Holzgerlingen zwar einen beruhigenden 6. Tabellenplatz belegt, doch sieben Punkte Vorsprung sind bei noch sechs Begegnungen schnell verspielt. Locker vom Hocker kann dagegen der TSV Schönaich in der Bezirksliga aufspielen. Sehr zum Leidwesen von Abteilungsleiter Jürgen Lutz, der das Geschehen an der Elsenhalde deutlich skizziert. Eine Etage tiefer in der Kreisliga A sieht die SpVgg Weil im Schönbuch einem sorgenfreien Saisonende entgegen. Der Zug nach oben ist abgefahren. Nach unten brennt auch nichts mehr an. Spannender als die Punktehatz ist im Gaiern vielmehr die Suche nach einem Jugendleiter und ganz aktuell, wer tritt die Nachfolge von Martin Oßwald an. Spannung herrscht dagegen in der Kreisliga B, auch Sicherheitsliga genannt, wo sich die beiden Nachbarn und ewige Rivalen aus Altdorf und Hildrizhausen einen packenden Zweikampf um die beiden ersten Plätze liefern.

 

Spvgg Holzgerlingen

JUZ HotzeFußball„Klassenerhalt“ war die Antwort von Trainer Jens Uwe Zierer (Bild) vor der Saison auf die Frage nach dem Ziel für die aktuelle Runde. Nun könnte man meinen, wer noch sechs Spiele zu bestreiten hat und als Sechster auf die Zielgerade einbiegt, der darf es getrost auslaufen lassen. Weit gefehlt. „In der letzten Saison wurde 40 Punkte benötigt um die Klasse zu halten. Wir haben erst 34. Zwei Siege müssen wir noch mindestens holen,“ warnt Zierer eindringlich. Gar nicht so einfach, wenn man einen Blick auf die kommenden Gegner wirft, denn mit Böblingen, Bösingen, Reutlingen, Gechingen, Freudenstadt und Maichingen müssen noch ein paar dicke Brocken beiseite geräumt werden. „Wir haben eine gute Vorrunde gespielt. Die Rückrunde war dagegen eher mau“, geht Zierer auf Konfrontationskurs mit seinen Akteuren. „Es wird Zeit, dass sich alle wieder am Riemen reißen. Das sich alle um das Wesentliche kümmern. Es war schon in der Winterpause zu spüren, da fühlten sich einige zu sicher. Der nötige Ernst hat mir gefehlt. Skilaufen war wichtiger als die Vorbereitung.“ Er und sein spielender Co Malte Bonertz werden auch in der kommenden Saison die Geschicke von Hotze leiten. Mit Cai van Cour (Studium Österreich) ist auch die erste Neuverpflichtung eingetütet.

 

TSV Schönaich

JürgenLutz TSV.SchönaichMit Waldenbuch, Stammheim, Neuweiler/Oberkollwangen, Altburg und Rohrau hat der TSV Schönaich noch fünf Gegner vor der Brust – dabei könnte ein Blick nach oben erlaubt sein. Wobei die Betonung auf könnte liegt, was bei Abteilungsleiter Jürgen Lutz (Bild) den Puls nach oben schnellen lässt. Und dann folgte eine Brandrede nach bester Trappatoni-Manier. „Die bisherige Saison ist aus unserer Sicht nicht zu unserer Zufriedenheit verlaufen. Es gab eindeutig zu viele ‚Ausrutscher‘. Gegen Teams gegen die man bereits am Freitag vor dem Spieltag ‚im Kopf‘ gewonnen hatte, ließ man regelmäßig drei Punkte liegen. So stehen wir wieder einmal chancenlos auf die Tabellenspitze oder den Relegationsplatz. Man darf sich an diesem Punkt fragen, sind wir reif für eine höhere Liga? Die Antwort kann ohne Umschweife gegeben werden: Nein, wir sind es nicht! Solange nicht alle Spieler verstehen, dass Trainingsfleiß der Anfang von Aufstieg ist, werden wir bis ans Ende der Tage Bezirksligist bleiben. Das muss einmal in dieser Deutlichkeit gesagt sein!“

 

SpVgg Weil im Schönbuch

MartinOßwald SpvggWiSWährend die Trainerfrage bei der SpVgg Weil im Schönbuch geklärt ist, Dieter Grieb hat verlängert, sucht die Elf aus dem Gaiern weiter einen Jugendleiter. Und plötzlich auch einen sportlichen Leiter, nachdem Martin Oßwald (Bild) seinen Abschied verkündet hat. „Ich muss nach Frau, Kinder und dem Hund schauen“, so der Aussteiger „und wenn ich irgendwann wieder Bock habe werden ich als Trainer zurück kommen.“ Das hört sich nach einer ganzen Menge Frust an. „In der letzten Spielzeit waren wir Dritter. Mein Ziel war ein Platz zwischen drei und fünf. Aktuell sind wir Achter, nachdem es lange Zeit nicht einmal danach ausgesehen hat.“ Und wenn man sich die kommenden Gegner so ansieht kann es einem schon etwas mulmig werden. Sindelfingen, Öschelbronn, Grafenau, Gärtringen und Kuppingen. Und bis auf die Kuppinger strampeln alle Gegner noch mehr oder weniger heftig um die Abstiegszone zu verlassen. Am Ende wird dann auch Oßwald deutlich. „Von der Mannschaft muss mehr kommen. Und das beginnt bereits im Training .“

 

TV Altdorf/TSV Hildrizhausen

Aktuell führt der TV Altdorf die Tabelle mit 48 Punkten vor dem TSV Hildrizhausen, der vier Zähler weniger auf der Habenseite hat, an. Die Altdorfer haben noch ein Heimspiel gegen Darmsheim zu bestreiten, gastieren noch in Rohrau und Schönaich. Der TSV Hildrizhausen kann dagegen seine restlichen Begegnungen gegen Böblingen, Bondorf und Magstadt allesamt auf eigener Scholle bestreiten. Wer nun das leichtere Restprogramm hat, darüber darf diskutiert werden, denn in dieser Phase spielen auch die Nerven eine nicht ganz unwichtige Rolle.

 

MichaelRathgeb TV AltdorfDietmarBrösamle TV AltdrofFans des TV Altdorf, die unter Vergesslichkeit leiden und nicht regelmäßig auf den Sportplatz pilgern, sollten sich ehe sie sich auf dem Weg zum Sportgelände machen, erst einmal informieren in welcher Liga ihr Verein derzeit spielt. Denn mit schöner Regelmäßigkeit geht es quer durch alle Spielklassen des Bezirks, doch wenn man Abteilungsleiter Michael Rathgeb (Bild links) mit dem Begriff „Fahrstuhlmannschaft“ kommt entlockt ihm das nur ein müdes „wir feiern eben gerne Aufstiege“ über die Lippen. „Die Chancen sind gut“, weiß er mit Blick auf die nächste Feier. „Hildrizhausen hat das zwar leichtere Restprogramm. Sie müssen aber noch vier Punkte gegenüber uns aufholen.“ Wobei der Altdorfer Macher der Einfachheit halber das eine Spiel mehr, das sie austragen müssen auf der Habenseite verbucht hat. Dazu kommt, Rathgeb hält nicht viel von der Relegationsrunde ,wenn er selber beteiligt ist. „Das brauche ich nicht unbedingt.“ Zumal der sofortige Wiederaufstieg das erklärte Ziel beim TVA war. Mit ein Grund, dass es wieder einmal sehr gut läuft, ist die Jugendarbeit, denn in den letzten Jahren hat Trainer Dietmar Brösamle (Bild rechts) immer wieder Jungspunde eingebaut und die „haben sich mittlerweile stabilisiert.“ Ach ja, Dietmar Brösamle. Er wird auch in der kommenden Spielzeit zusammen mit seinem Co – Trainer Sven Supper die Geschicke des künftigen A – Ligisten in spe leiten. „Er ist für uns der Finke aus Freiburg“, schmunzelt Rathgeb.

 

Mathias SteinhübelBryan RegehrTSVHildrizhEin paar Kilometer weiter scheint sich sein Gegenüber Mathias Steinhübel (Bild links) seinem Schicksal ergeben zu haben. „Die Relegation ist sicher.“ Was ihn aber nicht daran hindert eine mehr oder minder offene Kampfansage abzufeuern. „Wir müssen unsere Hausaufgaben machen. Zusätzlich auf Altdorfer Patzer hoffen um parat zu stehen. Allerdings glaube ich, diese Illusion können wir uns sparen.“ Würde nur die Relegation bleiben und die führt zuerst gegen den Zweiten der B 4-Liga. Wenn das Spiel gewonnen werden sollte geht es gegen den Zweiten der B6 und anschließend wartet noch der entsprechende A-Ligist als Höhepunkt. „Ich würde gerne den einfachen Weg gehen“, so Steinhübel weiter. „Doch fehlende Konstanz und eine Schwächeperiode haben uns Punkte gekostet.“ Konstanz gibt es dagegen in der Trainerfrage und auf der Funktionärsebene. Neu wird in der nächsten Saison sein, dass die Hausemer eine zweite Mannschaft stellen. Trainer wird dann Bryan Regehr (Bild rechts) sein, der aus der eigenen Jugend stammt.


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