Aus dem SPRUNGWURF 2017/18 von Joachim Gröser + Manfred Wanner

 

TeambildHandball2017

 

 

Neue Gesichter gibt es im Kader des Württembergligisten. Mit Moritz Fischer kam ein Torhüter von der TSG Reutlingen hinzu. „Er ist sehr engagiert und soll vor allem die beiden anderen Torleute zu noch besseren Leistungen anstacheln“, stellt Dangel fest, wobei er mit der Vorstellung von David Herz in der Rückrunde der letzten Saison sehr zufrieden war. „Der hat einen Riesensprung gemacht. Das ist auch ein Verdienst von Torwarttrainer Wolfgang Bayer, der mit ihm ganz gezielt gearbeitet hat“, lobt der HSG-Coach.

 

hsg maenner wuerttembergliga 400x400pxAls weiterer Neuzugang kann Tim Gauß auf der Schönbuchlichtung begrüßt werden. Der von der SG Nebringen/Reusten kommende Rechtshänder ist für die Position im linken Rückraum vorgesehen. Daneben hat sich Julian Krüger entschieden, künftig in der ersten Mannschaft zu spielen. „Nicht nur wegen seines handballerischen Könnens, sondern auch wegen seiner Persönlichkeit ist er für uns wichtig“, stattet Dangel den Rückraumspieler mit Vorschusslorbeeren aus. Die zeigt auch, dass der Schönbuch-Trainer auch auf charakterliche Eigenschaften bei seinen Spielern großen Wert legt. „Ich kann keinen Stinkstiefel in der Mannschaft brauchen“, legt er sich eindeutig fest. Einer, der in der letzten Saison den Klassenerhalt mit der Mannschaft geschafft hat, ist in dieser Runde nicht mehr dabei. Dominik Schuler will kürzer treten. „Dieser Abgang tut weh“, bedauert der Trainer. Relativ kurzfristig ließ Stefan Appelrath Trainer und Mannschaft wissen, dass auch er eine Pause benötigt und dem Team in der kommenden Saison nicht zur Verfügung steht.

 

BeneW DocUli WolfgangB ThomasDMit den personellen Veränderungen soll nun auch eine Verbesserung im Spielsystem einhergehen. „Wir müssen schneller von Abwehr auf Angriff umschalten“, hat Thomas Dangel erkannt. Dazu soll nun Sascha Hejny auch mehr Anteile in der Abwehr erhalten. „Mit Tim Gauß haben wir eine Alternative im Rückraum. Dadurch kann auch Janek Förch auf die Spielmacherposition wechseln“, erläutert der Schönbuch-Trainer.

Bild von links: Co-Trainer Benjamin Wolf, Mannschaftsarzt Dr. Uli Dobler, Torwarttrainer Wolfgang Bayer und Teamchef / Trainer Thomas Dangel. Fotos: Peter Horn

 

Coach Thomas Dangel, will in der zweiten Württembergliga-Saison auf jeden Fall um mindestens einen Platz besser abschneiden als im Vorjahr. Dazu sieht er bei seiner Mannschaft Möglichkeiten durch die Verbesserung der ersten und zweiten Welle. Zudem sind auch die beiden „Übermannschaften“ Remshalden und Neckarsulm nicht mehr dabei, beide haben den Aufstieg geschafft. „Die Liga wird dadurch ausgeglichener werden“, prophezeit er.

Dennoch hat Dangel einen Meisterschaftsfavoriten ausgemacht. „Schozach/Bottwartal hat sich sehr gut verstärkt, daneben rechne ich noch mit Waiblingen und Bittenfeld auf den ersten Plätzen“, erwartet der Schönbuch-Trainer. Da die HSG Schönbuch nicht bereit ist, Geld für Verstärkungen auszugeben, ist es auch die Aufgabe Dangels, die vorhandenen Spieler immer besser zu machen. Dies meistert er mit Bravour. Aber auch die medizinische Abteilung um Mannschaftsarzt Dr. Ulrich Dobler und Physiotherapeutin Lisa Frasch ist gefordert. „Nur wenn wir von Verletzungen verschont bleiben, können wir bei unserem schmalen Kader unsere Ziele erreichen“, macht der Trainer deutlich. Allerdings stellt Dangel unmissverständlich fest: „Wenn keine Spieler aus der Jugend nachkommen, wird es in der Zukunft verdammt schwer, ohne Spielervergütungen die Klasse zu halten.“ Und weiter: „Solche Glücksgriffe wie Sascha Hejny und Lennart Kann sind selten.“


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