Eigentlich nichts. Oder doch, denn Zusammenhänge sind nicht übersehbar.

 

KG Aufstiegs Logo

 

 

Zunächst GRATULATION, dass sich im Jahr eins nach Gründung der KG (Kampfgemeinschaft) bereits ein Aufstieg in die Landesliga realisieren ließ. Damit musste man als Folge der Kooperation nicht unbedingt rechnen. Glück? Ja, denn die KG hat den Finalkampf um den zweiten Aufstiegsplatz verloren und kann jetzt durch eine Entscheidung am „grünen Tisch“ sich weiterhin „eine Klasse höher“ mit dem TSV Ehningen II messen. Ob das nun gut ist oder nicht, steht auf einem anderen Blatt Papier. Dazu müsste eine nachvollziehbare Analyse der KG vorliegen, ebenso die sportlichen Zukunftsaussichten in einer höheren Klasse. Dazu später an anderer Stelle.

 

FussballHotzehsg maenner wuerttembergliga 400x400px„Wir freuen uns über den Aufstieg der Ringer in die Landesliga, nach gerade einem Jahr Kooperation in der KG Stuttgarter-Holzgerlingen“.

Andreas Greschner, Abteilung Fußball in der Sportvereinigung Ralf Wittke, Vorstandsmitglied der HSG Schönbuch.

 

 

 

In den Medien tauchen kaum mehr Berichte oder Tabellen über bundesdeutsche Ringkampfereignisse auf. Lediglich wenn versucht wird an der Verbandsspitze einen „Brandherd“ zu löschen, wird Ringen wieder ein Thema in den Zeitungen, wie zuletzt im Beitrag „Showdown auf und neben der Matte“ in der Kreiszeitung am 24.12.16.

Die Sportart Ringen steht schon seit Jahren nicht auf der Sonnenseite der Freizeitbeschäftigungen junger Leute. In den unteren Klassen ist es engagierten Leuten in den Vereinen zu verdanken, dass dort noch ein Angebot besteht. Für unsere Region gilt das in Ehningen und Holzgerlingen. Der KSV Holzgerlingen konnte nur durch eine Kooperation mit einem Stuttgarter Klub weiterhin an Mannschaftswettkämpfen teilnehmen, der Königsdisziplin Ringen im deutschsprachigen Raum.

Der Erfolg auf relativ niederem Niveau stellt ein Spiegelbild der deutschen Ringerszene dar. Es vergeht kaum eine neue Wettkampfsaison ohne Regeländerungen, die im Publikum – sofern noch vorhanden – fast niemand mehr versteht. Immer mehr Vereine ziehen sich mangels leistungsbereiter Athleten aus dem Wettkampfsport zurück. Die einzelnen Leistungsklassen werden als Folge mit Vereinen von unten aufgefüllt, insgesamt sinkt das Niveau. Gewichtklassen werden abgeschafft und wenig später neue eingeführt. Der Umgang bzw. die Integration von Migranten oder „bezahlten Gastringern aus dem Osten“ sorgt nicht nur für eine „Überfremdung auf den Matten“ sondern auch für zunehmende Verwirrung, statt positiver Imagepflege eines Sports, der es sich wahrlich nicht leicht macht Nachwuchs aus eigenen Reihen zu rekrutieren.

 

logo ppm sportrundschau

 

Man muss an dieser Stelle klar trennen, zwischen den um’s Überleben kämpfenden Vereinen unterhalb der Bundesliga und den „Profiklubs“ der Bundesliga. Dazwischen liegen noch semiprofessionelle Strukturen weiterer Vereine. Teilweise sind die Problemfolgen von oben nach unten katastrophal für die kleinen Vereine in den Landesverbänden. Am Holzgerlinger Beispiel kann man erkennen, mit welchen Mühen eine Traditionsportart am Leben erhalten wird.


jung brecht 250 werbeiq 250 sp logo 250 boese fotografie 250