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In beiden Vereinen gibt es große Anstrengungen wieder an Bedeutung zu gewinnen

 

Ringen vor dem Aus gerettet?

"Olympische Sportart Ringen“ – da gehen inzwischen in den Medien und in der Sportszene die Meinungen weit auseinander. Im Raum Stuttgart war der KSV Holzgerlingen Jahrzehnte ein wohlklingender Name in der Sportwelt. Später hielt der TSV Ehningen die „Ringerfahne“ am Schönbuchrand hoch. Bis in die zweite Bundesliga hatten sich die KSV-Ringer Mitte der 80er Jahre hochgekämpft.

KSV KV95 LogoNach mehrjähriger Höhenluft, finanziellen Klemmzügen und strategischen Fehlern in der Ringerabteilung des KSV, folgte ein anhaltender sportlicher Niedergang, der als solcher auch im nationalen Dachverband sichtbar wurde. Die negative Entwicklung der einst stolzen Sportart wurde Opfer neuer Trend-Sportarten, einem gesellschaftlichen Wandel in der Freizeitgestaltung und einer einseitigen starken Unterstützung der Sportartikelhersteller in Richtung Ballsportarten. Als Folge verschwanden die Ringer aus dem TV-Sportgeschehen und aus der Tagespresse.

Seit einigen Jahren wurden die KSV-Ringer kaum mehr wahrgenommen. Die Ergebnisse und Tabellen von Mannschaftswettbewerben tauchten in der Presse immer seltener auf.

Das soll wieder anders werden. In Zusammenarbeit mit einem Stuttgarter Ringerklub will man in der Lokalpresse wieder für Aufmerksamkeit sorgen. Die kommenden Mannschaftskämpfe der KG Stuttgart-Holzgerlingen sollen mit dazu beitragen. Am 10. September geht es mit dem ersten Heimkampf in der Schönbuch-Sporthalle los.

 

Das Vereinsschiff des TSV Hildrizhausen nimmt wieder Fahrt auf

Der Name Helmut „Mebus“ Hörmann ist eng mit dem lokalen Fußball, insbesondere mit dem TSV Hildrizhausen, dessen Gesamtvereinsvorsitzender er seit Jahren ist und vorher fast ein Leben lang „Fußball-Boss“. Er hat dort den Fußball und den TSV mit besonderem Engagement geprägt und war dabei sehr erfolgreich. Inzwischen ist „Mebus“ gesundheitlich angeschlagen und damit „angezählt“.

BMSchöck Hörmann678Aber wenn alles nur so einfach wäre. Einige Jahre hat Helmut Hörmann versucht Verantwortung in andere, sprich jüngere Hände abzugeben. Sein Licht, aber auch sein Schatten, überlagerte fast alle Bemühungen an die Spitze von Verein und Abteilung Fußball ihm genehme Sportfreunde zu finden.

 

Bild Helmut Hörmann (rechts) im Gespräch mit dem Hausemer Bürgermeister und Präsident der Württembergischen Fussballer, Matthias Schöck

 

Auf Erfolg ausgerichtete Vereine benötigen an der Spitze sogenannte „Alphatiere“. Bei zwei Persönlichkeiten dieser Art wird es schwierig. Muss nicht sein, aber es ist oft der Fall. Hildrizhausen lieferte im Bereich Fußball ein Paradebeispiel für diese These. Es ist kaum anzunehmen, dass es in einem Ort, mit einer besonderen Affinität zum Fußball, keine Persönlichkeiten an die Spitze der Organisation gab.

Helmut Link.TSVDieter Trick Fußball Altd Hildrizh

(Bilder: Helmut Link und Dieter Trick, beide Vorstandsmitglieder, haben das TSV-Schiff in ruhiges Gewässer gesteuert.)

Hörmann setzte über Jahrzehnte Maßstäbe, die in Gutsherrenart umgesetzt wurden. Er hat regiert „so wird’s gemacht“. Da war nicht viel Platz für Andersdenkende, zumal ihm seine Erfolge immer wieder Recht gaben. Es musste erst ein zweites Alphatier auftauchen, um der Mitgliederbasis zu verdeutlichen, dass das alte TSV-Modell keine Zukunft hat. Einer der Gutsherren hat Anfang des Jahres nach fünf Jahren das Weite gesucht. Der Platzhirsch „Mebus“ rang um Fassung und Gesundheit. Seine zwei Stellvertreter im Vorstand des Gesamtvereins stellten sich einer Herkulesaufgabe und lieferten bis zur jüngsten Hauptversammlung eine respektable Leistung. Dadurch konnte der Verein neu ausgerichtet werden. Gleiche Anerkennung gilt den neuen Fußballmachern Mathias Steinhübel und Matthias Schmickl sowie deren Team.

Helmut Hörmanns Zeit als TSV-Funktionär läuft ab. Diese Botschaft lieferte die Versammlung. Er wird in absehbarer Zeit in den Ruhestand gehen können. Er will es so und niemand wird ihm  widersprechen.


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