PortraitManfredOkt11Großflächige Einkaufs- und Outlet-Zentren, teilweise mit nicht übersehbarem Unterhaltungswert für die Konsumenten, sowie die Online-Anbieter zehren an den Nerven von inhabergeführten Fachhandelsgeschäften. Vielerorts machen sich die Chefs Gedanken über den Sinn künftiger Investitionen und suchen nach Argumenten, die einem Nachfolger die Geschäftsübernahme schmackhaft machen sollen. Nur wenige Unternehmer-Kinder oder andere Familienangehörige spüren Lust die Nachfolge anzutreten. Hier wird ein gesellschaftliches Problem sichtbar.

Dieser Trend schadet einer funktionierenden Nahversorgung in eher ländlichen Kommunen. Trotz Feinstaub, Klimaerwärmung, Verkehrstaus und relativ teurer Preise für Einrichtungen des Öffentlichen Nahverkehrs ziehen die Shopping-Generationen, ausgestattet mit unstillbarem Hunger nach Unterhaltung und Billigstpreisen für meist kurzlebige Modeartikel, in die Einkaufszentren. Die Werbemacht der Großen erledigt den Rest.

in der nächsten PPM-Ausgabe -die am 18.März erscheint- hat sich das PPMagazin mit dem Rechtsanwalt und Vorsitzenden des Holzgerlinger Handels- und Gewerbevereins unterhalten und dabei einige überlegenswerte Ansätze ausgemacht um Holzgerlingen im Wettbewerb mit seinen Marktbegleitern interessanter zu machen.
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SchülerGrafikplusfoto Verkleinerung

 

 

Wo stehen unsere Schulen? Ihre Meinung interessiert uns!

Kommentar von unserer Mitarbeiterin Rut Katzenmaier

Wenn ich manche Schuldebatten höre oder lese, dann frage ich mich: Sehe ich die Dinge nicht objektiv genug, bin ich zu nah am Geschehen dran – oder gibt es Entwicklungen, die an den realen Bedürfnissen von Schülern, Lehrern und Eltern völlig vorbeigehen?

Mein Sohn ist elf Jahre alt. Die Grundschule haben wir erfolgreich hinter uns gebracht und wursteln uns jetzt durch die weiterführende Schule. Und da werden die Unterschiede zu dem, was ich selbst als Schüler erlebt habe immer deutlicher. Dass heute vieles anders läuft ist klar. Anders heißt nicht unbedingt schlechter – aber eben auch nicht automatisch besser.

Jahrelang war Baden-Württemberg zusammen mit Bayern der Klassenprimus. Wer es hier nicht gepackt hat, der durfte vielleicht in Hessen, NRW oder Berlin nochmals zum „Laschi-Abi“ antreten. Und heute? Brauchen wir Nachhilfe? Vor allem in den Sprachen ist unser Bundesland gehörig abgesackt. Was sind die Gründe dafür? Schuldzuweisungen führen zu nichts. Was aber sind die Hintergründe, Beweggründe, Ursachen und was sollte, könnte, müsste besser werden?

Teilweise problematische Situationen im Fußball und bei Gesangvereinen – Von Manfred Wanner

 

Für manche Vereine wird die Luft zunehmend dünner. Gemeint sind damit die oft überholten Ziele und überalterten Strukturen. Ob bei einem Verein noch etwas geht oder nicht, ob er dahin siecht, aktive und passive Mitglieder verliert, ob er die Aufmerksamkeit in der Presse genießt, dem Verein überalterte Personen vorstehen, der Verein noch Geld in der „Kriegskasse“ hat, er alten Gewohnheiten nachtrauert, realistische Ziele verfolgt werden oder „aufgegeben“ hat - sind meistens die Folgen von Versäumnissen, selten das Ergebnis von Veränderungen in unserer Gesellschaft – die man aber gerne vorschiebt.

Diese Ereignisse werden uns noch lange beschäftigen:

 

Kommentar2015Flüchtlingswelle, Atomausstieg, Griechenland, Maut, EU-Zustand, Waffenlieferungen an arabische Staaten …  Foto Fotolia - Franz Pflügl

 

Wachstum um fast jeden Preis? Der weit verbreitete Wohlstand ist dafür mit verantwortlich, dass viele junge Menschen keine Zeit verwenden sich über die Zukunft ernsthafte Gedanken zu machen. Das Hier und Jetzt mit viel Freizeit und Spaß verdrängt brennende Fragen, die sich für uns alle zum Ende des Erwerbslebens ergeben:

Aufmerksame Journalisten decken immer wieder menschliche Schwächen auf – Ein weit verbreitetes gesellschaftliches Problem?

Geldgrab

Bild oben: Fotolia

 

Nähern wir uns den Politikern, die mit relativ hohen Einkünften und Aussicht auf attraktive Altersbezüge immer häufiger zu Lobbyisten und Steigbügelhalter mächtiger Interessengruppen werden. Dazu wird getäuscht, getrickst, beeinflusst, unter Druck gesetzt … Leider ist fast alles vorstellbar, wenn rücksichtlose Menschen zu ihren Ziel kommen wollen. In einer steigenden Anzahl von Fällen darf bei Politikern, Beamten und Unternehmensbossen die Charakterfrage gestellt werden. Aber auch hier gilt, es gibt viele grundehrliche Typen unter uns.

Der Staat zahlt teilweise wahnsinnige Summen für Flüchtlingsunterkünfte.

Maren Winter

Bild oben: Fotolia Maren Winter

 

Schneller als die staatlichen Hilfsprogramme organisiert waren, haben die Immobilien-Haie zugeschlagen. Und der Staat macht mal wieder mit – wie damals, als sich die Wessis dem ostdeutschen Immobilenmarkt bemächtigten. Aktuell werden skrupellose Immobilenbesitzer zu Flüchtlingsgewinnlern. Wo ist da der Unterschied zu den viel gescholtenen Schleppern vom Balkan oder Nordafrika? Zu DDR-Zeiten nannten wir die Leute fast liebevoll „Fluchthelfer“, weil sie wunderbar in den Ost-/West-Konflikt passten. Nicht nur Schlepper und korrupte Grenzsoldaten „kassieren“ ….

Flüchtlinge auf der Schönbuchlichtung

Flüchlingsfamilie

Holzgerlingen. Die Eidgenossen sind laut World Happiness Report 2015 die glücklichsten Erdenbürger. Deutschland liegt auf Platz 26 und Schlusslicht sind Staaten wie Afghanistan und Syrien.

Jeder, der sich mit dem Thema auseinandersetzt, kann nachvollziehen, dass Menschen aus den betroffenen Ländern flüchten wollen. Terrorgruppen wie der Islamische Staat oder auch Bürgerkriege ermöglichen nun einmal kein normales Leben.

Bild links: Endlich wieder ein richtiges Zuhause - die Familie Kassem ist in Holzgerlingen glücklich. Text+Foto: Rut Katzenmaier

Kontroverser Austausch von Argumenten in zwei lokalen Blättern,
die dem Handel besonders nahe stehen.

 

MaPortraitApril15Als Gewerbetreibender war ich verwundert über die „Verbraucherschelte“, die den Beratungsklau zum Inhalt hatte. Bei meinen Kontakten zu Gewerbetreibenden in Holzgerlingen und in den Nachbarorten bekam ich auch Reaktionen aus dem „Kollegenkreis“ zu spüren. Inhalte: Niemand war der Meinung, dass Finkbeiner, Breitling, Richter und Gutmann nicht Recht hätten, aber den Verbrauchern so den Spiegel vorzuhalten und pauschal deren Charakter in Sachen „Einkaufen“ in Frage zu stellen, das ginge dann schon zu weit. Als ich meinen Kommentar zum Thema geschrieben hatte, las ich kurz darauf im IHK-Magazin auf Seite 9 die Meinung eines Handelsexperten. Dieser rät davon ab, die Kunden erziehen zu wollen. Mein Kommentar endete: „Warum jammern, besser wäre es darüber nachzudenken, ob man alles selbst richtig gemacht hat. Der Preis ist beileibe nicht immer entscheidend“. In der Sache war aber wichtig, dass im PPM-Kommentar weder das Marktblatt als Quelle der „Verbraucherschelte“ genannt wurde, noch die Autoren.

Ist Schelte für den mündigen Verbraucher angebracht?

 

Fotolia 77693102 S Modeeinkauf FirmaVIn den Nachbarorten reiben sich Gewerbekollegen teilweise verwundert die Augen, denn in der Presse wurden die Kunden von Holzgerlinger Geschäftsleuten aufgefordert über das eigene Verhalten nachzudenken. Verärgert sei man, ja erbost, weil nach einer Beratung immer öfters nicht gekauft wird. Solche Erfahrungen sammeln Fachgeschäfte auf dem Land ebenso wie in den städtischen Einkaufszentren. Internet-Shopping haben wir alle gemeinsam groß gemacht. Politische Parteien, gewerbliche Interessenverbände und die Werbekraft großer Anbieter ebneten dafür den Weg. Kaum ein Geschäftsinhaber, selbst auch Verbraucher, ging nicht schon im Internet oder in einem der großen Einkaufstempel im Umland fremd. Also, warum jammern. Besser wäre es darüber nachzudenken, ob man selbst alles richtig macht. Der Preis ist beileibe nicht immer entscheidend. Oft aber der Service und da gibt es vielfach Luft nach oben. Bild: Fotolia©FirmaV

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