Ist Schelte für den mündigen Verbraucher angebracht?

 

Fotolia 77693102 S Modeeinkauf FirmaVIn den Nachbarorten reiben sich Gewerbekollegen teilweise verwundert die Augen, denn in der Presse wurden die Kunden von Holzgerlinger Geschäftsleuten aufgefordert über das eigene Verhalten nachzudenken. Verärgert sei man, ja erbost, weil nach einer Beratung immer öfters nicht gekauft wird. Solche Erfahrungen sammeln Fachgeschäfte auf dem Land ebenso wie in den städtischen Einkaufszentren. Internet-Shopping haben wir alle gemeinsam groß gemacht. Politische Parteien, gewerbliche Interessenverbände und die Werbekraft großer Anbieter ebneten dafür den Weg. Kaum ein Geschäftsinhaber, selbst auch Verbraucher, ging nicht schon im Internet oder in einem der großen Einkaufstempel im Umland fremd. Also, warum jammern. Besser wäre es darüber nachzudenken, ob man selbst alles richtig macht. Der Preis ist beileibe nicht immer entscheidend. Oft aber der Service und da gibt es vielfach Luft nach oben. Bild: Fotolia©FirmaV

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StadtfestlogoHolzgerlingen kann feiern. Am ersten Juli-Wochenende ist es wieder so weit. Spätestens seit der Stadterhebung im Jahr 1993 ist dies bekannt und wurde bislang im 3-4-jährigen Turnus auch immer eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Land auf und Land ab spürt man aber eine schleichende Müdigkeit der „ehrenamtlichen Macher“ in den Vereinen. So auch in Holzgerlingen.

Schlecht befestigte Ladung wird zum tödlichen Geschoss

 

Holzgerlingen. Schnallen Sie Ihre Kinder im Auto an? Natürlich, oder?! Was in den 70er Jahren vielfach gar nicht möglich war, ist heute Pflicht. Genauer gesagt Gurtpflicht – und zwar bereits seit 1976.

 

Fass gesichertVater Staat zwingt also seine Bürger zum gesunden Leben. Seit diesem Jahr betrifft die Anschnallpflicht deshalb auch verstärkt auch die Ladung. Zugegeben, bislang reagieren maßgeblich Unternehmer auf die verschärften Vorschriften, aber auch Privatfahrer sollten sich beim Beladen Gedanken machen.

Horst Hoffmann, Geprüfter Havariekommissar (Gutachter) und erfahrener Spediteur kennt die Gefahren: „Beim Bremsen oder in Schleudersituationen entstehen enorme Kräfte. Da wird der Aktenkoffer auf der Ablage ganz schnell zum Geschoss.“ Und eine ungesicherte Gasflasche hat noch viel heftigere Auswirkungen.

 

Das kann richtig teuer werden!

 

 

Die Zeit um Weihnachten/Neujahr eignet sich besonders gut um kritisch zurückzublicken und Vorausschau zu halten.

 

MWannerPortrait KrawatteNov14Welt- und bundespolitische Ereignisse beeinflussen auch unsere kleine geografische Einheit Schönbuchlichtung im direkten Einzugsgebiet der Städte Böblingen und Sindelfingen. Uns geht es hier gut. Die Gemeinden haben fast immer solide gearbeitet, dank verantwortungsvoller Gemeinderäte und vernünftiger Bürgermeister. So können die Kommunen so mancher Entwicklung gelassener entgegen sehen.

In diesem Sinne uns allen ein gutes Neues Jahr 2015 und vor allem viele PLUSPUNKTE in Ihrem familiären, sozialen und beruflichen Umfeld.

Ihre Blattmacher vom PLUSPUNKTE MAGAZIN

Manfred Wanner / Redaktionsleitung

Stellungnahme von Clemens Binninger MdB/CDU aus Berlin zum Beitrag im PLUSPUNKTE MAGAZIN / Ausgabe November 2014

Binninger Clemens verkleinert1Einzelhandels- und Stadtentwicklungskonzepte zu entwickeln, obliegt der Kommunalpolitik. Insofern wäre es wohlfeil, wenn ich dazu als Bundespolitiker Ratschläge geben würde. Dass große Einkaufszentren wie die Mercaden in Böblingen oder auch das Gerber und das Milaneo in Stuttgart, wo sich in erster Linie die Filialen bekannter Ketten finden, den inhabergeführten Einzelhandel Umsatz kosten, lässt sich kaum bestreiten. Diese Entwicklung erfüllt auch mich als Wahlkreisabgeordneten mit Sorge.

Verstärkt wird der Druck auf inhabergeführte Fachgeschäfte noch durch die zunehmende Bedeutung des Online-Handels. Ihre Schlussfolgerung, dass „Unternehmertypen“ sich mit neuen Konzepten diesen Entwicklungen stellen müssen, teile ich. Denn alleine Lamentieren über „Konsumtempel“ und Online-Handel hilft nicht weiter.

Ich halte es für den richtigen Weg, dass sich die Händlerinnen und Händler gemeinsam mit der Kommunalpolitik Strategien überlegen, wie sie die urbane Versorgung der Menschen mittel- und langfristig gestalten wollen. Ich bin mir bewusst, dass dies nicht einfach ist und möglicherweise ganz neue Ansätze verlangt, aber notwendig ist es. Denn die Leute können ihr Geld nur einmal ausgeben und was im Online-Handel und bei den großen Ketten umgesetzt wird, fehlt dem Fachhändler vor Ort.

 

Mit freundlichen Grüßen

Clemens Binninger

www.clemens-binninger.de

Telefon: 030/227 77255

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Wahlkreisbüro Tel. 07031/67 92 93

 

MC Krauß insolvent

Karstadt ohne Perspektiven

Breuningerland darf (noch) nicht erweitern

Hofmeisters Küchenumsätze gleiten in den Keller

Geschäfte um den Böblinger Schlossberg klagen

SternCenter sieht schwierige Zeiten kommen

City-Center und Einkaufszentrum profitieren nicht von den Mercaden

Leere Ladenflächen in 1b-Lagen nehmen zu

 

Folgen für Konsumenten und Fachhändler

 

PaarEINKAUFNov14So manche/r hat über meine in der Vergangenheit schon mehrfach veröffentlichen Aussagen gelächelt bzw. meinen Klartext und die sich abzeichnende Entwicklung nicht ernst genommen. Mit MC Krauß registrierten wir kürzlich den Anfang eines Einzelhandelsterbens, weitere Familienbetriebe werden folgen. Nicht allein die Mercaden in BB zeigen Wirkung vor unserer Haustür. Der Kaufkraftabfluss ins Milaneo, Gerber und bald auch Dorotheen-Quartier werden alle zu spüren bekommen, auch einzelne Fachgeschäfte in den Mercaden, im Breuingerland und Stern-Center. Dem Hochloben der lokalen Presse folgt jetzt und mittelfristig die wahre Wirklichkeit - denn die Kunden stimmen mit dem Gefühl "im Trend" zu liegen mit ihren Füßen ab und da zeichnet sich eine bedenkliche Entwicklung ab.

MWannerPortrait KrawatteNov14Gerber, Milaneo, Dorotheen-Quartier und Breuninger sowie die Böblinger Mercaden: Die Landshauptstadt rüstet auf und hofft auf noch auf bessere

Anbindungen der Käuferströme aus dem Umland. Reutlingen oder Esslingen sehen das eher gelassen – verfügen sie doch über eine gewachsene und

von der Kommune geförderte Innenstadt mit vielen Geschäften und angenehmen Flair.

 

Konzentrationen im Einzelhandel und kein Ende – oder doch?

 

Bleiben wir in der Nähe: Die Böblinger Innenstadt um den Schlossberg

wird als Einkaufsstandort sterben. Der dortige Gemeinderat will das offensichtlich so.

Für das CityCenter und EKZ naht das Ende und damit zumindest teilweise die Abrissbirne.

Holzgerlingen, Ehningen und Schönaich  - heute noch mit einigen attraktiven Geschäften in Familienbesitz werden ebenfalls Probleme bekommen, wenn die Werbekraft aus Stuttgart und Böblingen/Sindelfingen in vollem Umfang das Umland erreicht. Die Schönbuchbahn wird elektrifiziert – schön für die Umwelt und Anlieger – schlecht für die innerstädtischen Fachgeschäfte, ausgenommen der Grundbedarf an Bäcker- und Metzgerläden sowie Apotheken mit meist preisgebundenen Artikeln.

... wo anfangen und wo aufhören

ManfredPortrMärz14Einem entscheidungsfreudigen Gemeinderat, einem Bürgermeister mit Visionen und Tatkraft sowie einem rührigen Gewerbeverein und einigen investitionsfreudigen Firmen ist es zu verdanken, dass sich die städtebauliche und gewerbliche Entwicklung in Holzgerlingen seit Jahrzehnten äußerst erfreulich darstellt. Das hatte durchaus neidvolle Blicke aus der Nachbarschaft zur Folge. Neid ist eine besondere Form der Anerkennung – allerdings ist Schadenfreude nicht weit davon angesiedelt, wenn mal etwas schief geht. Soweit ist es in Holzgerlingen glücklicherweise nicht – noch nicht. Traditionelle innerstädtische Events wie Stadtfeste, 1001-Nacht und Holzgerlinger Herbst hielten Handel und Gastronomie viele Jahre bei Laune. Es gibt jedoch Anzeichen dafür, dass die fetten Jahre zur Neige gehen. Die Gründe sind vielschichtig: Der enorme Durchgangsverkehr auf der Geschäftsmeile Böblinger-/Tübinger Straße, Versorgungslücken in den Bereichen Schuhe, Haushaltswaren und Kneipe, die mangelnde Bereitschaft einiger Ladenbetreiber in Auslagengestaltung, Eingangsbereich und Dekoration zu investieren, ein eher müde wirkender Wochenmarkt und die geringe Anzahl freier Kundenparkplätze hindern sicherlich viele Käufer daran, ihre „Besorgungen“ in der Kernstadt zu machen. Kaum attraktive Gastronomiebetriebe im Zentrum – das Stadtcafe ausgenommen. Anreize fürs „Sehen und Gesehen werden“ und auch Nachfolgerprobleme, die bei verschiedenen Geschäften drohend über der momentan noch lebendigen Innenstadt und den 1 B-Lagen schweben fallen ebenso ins Gewicht.

 

Kommentar zur Entwicklung im Umland

 

Dunkle Wolken am Horizont prognostizieren einen zunehmenden Kaufkraftabfluss hin zu den neuen Einkaufserlebnistempeln: Mercaden Böblingen, Milaneo, das Gerber und Dorotheenquartier sowie die Breuninger-Erweiterung in Stuttgart und Sindelfingen. So wird nicht nur der Böblinger Innenstadt der Garaus gemacht, auch für die ländlichen Familienbetriebe beginnt der Überlebenskampf, sofern er nicht schon lange begonnen hat. Böblingen gab ein Beispiel dafür, wie eine Innenstadt durch die Einwirkung mehrerer Faktoren an Attraktivität verliert. Böblinger Einkaufziele sind künftig vermehrt die Mercaden und das Flugfeld, später vielleicht wieder das CityCenter und das EKZ. Ruhebänke in der Holzgerlinger Innenstadt, verkehrsberuhigte Straßen und gebührenfreies Parken in Holzgerlingen sind zwar positiv – aber nicht ausreichend für die Erhaltung einer zukunftssicheren Nahvorsorgung mit gutem attraktiven Branchenmix. Ein Wirrwarr von Ladenöffnungszeiten begleitet die Verbraucher beim City-Shopping. Wo anfangen und wo aufhören? Stadt, Gewerbevertreter und Immobilien­besitzer täten gut daran heute schon Gespräche aufzunehmen, bevor Notpläne helfen sollen die „Kundenflucht“ aufzuhalten.

 

Die Super-Kundenkarte für sofortiges Cashback und Treuebonus kommt in den Umlauf  -  Karte gilt bei vielen Konzernfilialen und Online-Shopping-Anbietern

 

eurocoinsMärz2014Die Zahl der Online-Shopper nimmt täglich zu. Vielen Fachgeschäften in Innenstädten und ländlich geprägten Wohnorten brechen die Umsätze weg. Große Einkaufzentren in Stuttgart, Sindelfingen, Böblingen, ja sogar Reutlingen ziehen die Kaufkraft aus dem Umland an. Die Folgen: eine zunehmende Anzahl leerstehender Ladenlokale, die nicht mehr vermietet werden können. Söhne und Töchter von kleinen Gewerbebetrieben suchen ihr Heil in anderen Branchen und nicht als Nachfolger im elterlichen Geschäft. Die Prognosen versprechen keine Besserung. Aber es gibt für kluge Konsumenten und Fachhändler Möglichkeiten, ihre Beziehungen zum gegenseitigen Vorteil neu zu regeln. Sie treten der weltweit größten Einkaufsgemeinschaft als Mitglied und Partnerfirma bei. Damit ziehen erstmals Kunden und Fachgeschäfte an einem Strang.

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