MWannerPortrait KrawatteNov14Gerber, Milaneo, Dorotheen-Quartier und Breuninger sowie die Böblinger Mercaden: Die Landshauptstadt rüstet auf und hofft auf noch auf bessere

Anbindungen der Käuferströme aus dem Umland. Reutlingen oder Esslingen sehen das eher gelassen – verfügen sie doch über eine gewachsene und

von der Kommune geförderte Innenstadt mit vielen Geschäften und angenehmen Flair.

 

Konzentrationen im Einzelhandel und kein Ende – oder doch?

 

Bleiben wir in der Nähe: Die Böblinger Innenstadt um den Schlossberg

wird als Einkaufsstandort sterben. Der dortige Gemeinderat will das offensichtlich so.

Für das CityCenter und EKZ naht das Ende und damit zumindest teilweise die Abrissbirne.

Holzgerlingen, Ehningen und Schönaich  - heute noch mit einigen attraktiven Geschäften in Familienbesitz werden ebenfalls Probleme bekommen, wenn die Werbekraft aus Stuttgart und Böblingen/Sindelfingen in vollem Umfang das Umland erreicht. Die Schönbuchbahn wird elektrifiziert – schön für die Umwelt und Anlieger – schlecht für die innerstädtischen Fachgeschäfte, ausgenommen der Grundbedarf an Bäcker- und Metzgerläden sowie Apotheken mit meist preisgebundenen Artikeln.

 

Es gibt schon Verlierer

 

Die Mercaden waren für Böblingen wichtig um den Wettbewerb mit Stuttgart nicht zu verlieren. Das Sindelfinger Breuningerland wird sich im Zwiegriff Böblingen/Stuttgart mittelfristig etwas überlegen müssen. Und das Stern-Center, heute schon angeschlagen, gehört vermutlich auch zu den Verlierern, wie ehemals das DOMO.

Was verbleibt der ländlichen Region? Definiert sich Lebensqualität nur noch über 30er-Zonen auf allen Straßen, Schulen und Kindergärten, schnelle Verbindungen in die Stadt und sonstige teure kommunale Einrichtungen – die zu Zeiten hoher Steuereinnahmen geschaffen wurden? Gelegentliche Wirtschaftskrisen nicht eingerechnet – werden wir auf der Schönbuchlichtung die Folgen dieser politisch gewollten Veränderungen noch zu spüren bekommen.

 

Jeder ist sich der Nächste – Allen zu dienen steigert den Profit

 

Die Situation mit Blick in die Zukunft lässt eine gewisse Ironie erkennen:  Für bestimmte Werbeträger existiert ein Monopol. Sie bieten den Lesern und Verbrauchern ganzseitige Werbeflächen mit Angeboten aus den genannten Einkaufstempeln, die in Sachen Mode, Bekleidung allgemein, Gastronomie, Drogerie, Touristik, Optik und anderes mehr „Einkaufserlebnisse im Stile moderner Freizeitgestaltung“ bieten.

 

Es fehlt ein attraktives und emotionales Gegengewicht

 

Kommunen und Gewerbevereine müssen sich an einen Tisch setzen. Örtliche Konkurrenzgedanken über Bord werfen und einen offenen Dialog beginnen. Ziel: Stärkung der ländlichen Nahversorgung und Erhalt der Lebensqualität,  örtlicher Arbeitsplätze und eines soliden Steueraufkommens.

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