Karl Lauterbach, gefragter Corona-Fachmann, kämpft auch gegen Vorurteile coronamüder Bürgerinnen und Bürger.

Die Meinungskonflikte in den sozialen Medien zwischen Karl Lauterbach (Bild) – Gesundheitsexperte der SPD – und seinen Gegnern hat Ausmaße angenommen, die man in einem zivilisierten Land nicht mehr nachvollziehen kann. Purer Hass schlägt ihm entgegen. Persönliche Beleidigungen bezüglich seines Aussehens, seiner Stimme und seinem Dialekt werden gepostet. Eine sachliche Auseinandersetzung in den meisten Fällen „Fehlanzeige“.


Aber zur Sache: Corona und die auftretenden Mutanten. Im Zeitraum eines Jahres hat eine stattliche Anzahl von Wissenschaftlern bei Anne Will, Markus Lanz, Sandra Maischberger und Maybritt Illner Platz genommen. Ebenso Ärzte, Ethiker, Sozialforscher, Politiker, etc. Man darf feststellen, Karl Lauterbach ist auf Grund der analytischen Darlegung seiner Meinung eine Reizfigur für das TV-Publikum, selten für die anwesenden Teilnehmer der Talkrunden. Das mag auch am Stimmungstief der SPD liegen und seiner unerschütterlichen Haltung in Bezug auf die Gefährlichkeit des Virus und die gesundheitlichen Folgen für die Menschen.

Ich habe die Talkshows und Beiträge in der Presse intensiv verfolgt. Vorweg, ich kenne sympathischere Menschen als Herrn Lauterbach. Er imponiert mir aber mit seinen wirklichkeitsnahen Situationsbeschreibungen und mit seinen Prognosen, die fast alle eingetroffen sind. Ich höre immer wieder „er verbreite nur Angst“. Stimmt nicht, er informiert! Wer Angst vor Corona hat, ist selbst schuld. Für die Einschränkungen unserer Freiheit in Pandemiezeiten kann Lauterbach nichts dafür, betont aber immer wieder, was er für gut oder schlecht bzw. kontraproduktiv bei der Pandemiebekämpfung hält.
Im alten Griechenland hat man Überbringer von schlechten Nachrichten getötet, einfach weil man solche Nachrichten nicht hören wollte.


Meine Meinung: man muss einen Menschen nicht mögen, aber Respekt zollen. Ich bewundere Karl Lauterbach dafür, dass er sich den primitiven Shitstorm in Internet widersetzt und mit seinem Wissen zur Aufklärung der Bevölkerung beiträgt und dabei versucht seine Unabhängigkeit zu bewahren.

INFO  Prof. Dr. med. Dr. sc. Karl Lauterbach, Jahrgang 1963, Beruf Universitätsprofessor und Bundestagsabgeordneter


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