Ehemalige Fußballer haben Lust und Zeit für's Ehrenamt

Fussball Weil Logo„Nicht Jammern – sondern schaffen", lautet die Devise vom Weiler Arbeitskreis Gaiern. Manfred Walker, einer der Macher vom Schönbuchrand, beeilt sich zu sagen „an uns hat es nicht gelegen, dass sich die Fertigstellung des neuen Kunstrasens um ein paar Tage verzögert hat." Vor dem Winter konnten wichtige Arbeiten abgeschlossen werden. Eine festliche Einweihung steht aber erst 2014 an.

Ob nun Oktober oder November, den jungen und älteren Fußballspielerinnen und Spielern der SpVgg Weil im Schönbuch wird es letztendlich egal sein, wann sie ihre ersten Gehversuche auf dem künstlichen Geläuf unternehmen können. Die Hauptsache ist doch, dass die neue Spielstätte überhaupt realisiert werden konnte. Und der aus 15 ehemaligen Spielern der SpVgg bestehende Arbeitskreis hat maßgeblichen Anteil am Neubau der neuen Sportstätte. Arbeitskreise werden meistens dann gebildet, wenn Probleme auftauchen. Die „Rentnerband" aus dem Gaiern ist genau so eine Art freiwillige Feuer-wehr, die Brände löscht, ehe die Flammen hell lodern. Begonnen hat alles im Jahre 1994. Damals noch unter der Obhut der Gemeinde Weil im Schönbuch, ehe sich die Truppe zwei Jahre später selbstständig machte. „Wir arbeiten der Gemeinde zu", so Manfred Walker. Er spricht dabei stellvertretend für die vielen fleißigen Hände, die auf dem Weiler Sportgelände dafür sorgen, dass die Sportlerinnen und Sportler ihrem Hobby nachgehen können und sich die Anlage den Besuchern in einem sauberen und adretten Zustand präsentiert. Keine Frage, der Arbeitskreis hat auch maßgeblichen Anteil am Neubau des Kunstrasens. Schließlich war es ein Bestandteil des Konzepts, dass die Fußballabteilung ihren Eigenanteil am Projekt zu leisten hat. Sei es in finanzieller Form durch den Verkauf von Anteilen des neuen Platzes oder eben durch entsprechende Arbeitsleistungen. Fussball Weil BaustelleArbeit gab und gibt es genug, ehe die Spielstätte ihrer eigentlichen Bestimmung übergeben werden kann. Angefangen bei den Abbrucharbeiten. So mussten zum Beispiel die Schranken und der Ballfang abgebaut werden und dieser Tage konnte man den fleißigen Helfern zusehen, wie die Wege rund um den Sportplatz bepflastert und neue Treppen angelegt wurden. Keine Selbstverständlichkeit in der heutigen Zeit. Kein Geld. Keine Zeit. Keine Lust – Vokabeln die der Arbeitskreis nicht in seinem Wortschatz führt. Und wer sich nun über die hohen Kosten echauffiert, die so eine neue Sportanlage mit sich bringt, dem sei gesagt: Diese Kosten hat der Arbeitskreis in den vergangenen zwanzig Jahren längst schon reingearbeitet und zwar durch Arbeiten, die ansonsten an der Gemeinde hängen bleiben würden. Ach ja, wer Lust, Freude und Zeit verspürt bei den Heinzelmännchen vom Gaiern mitzuwirken: Der Arbeitskreis freut sich über jeden Neuzugang.


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