SWRenaWeissPortraitDennoch wir es immer mehr von ihnen verlangt und damit fehlt Zeit für die Bildungsarbeit in der Schule — Kommentar der PPM-Redakteurin Rena Weiss (Bild).

 

Fast die Hälfte aller befragten Schulleitungen (48 Prozent) gibt an, dass es an ihrer Schule in den letzten fünf Jahren Fälle von psychischer Gewalt gab, also Fälle, bei denen Lehrkräfte direkt beschimpft, bedroht, beleidigt, gemobbt und belästigt wurden. Das ergab eine repräsentative bundesweite Befragung unter Schulleitern allgemeinbildender Schulen der forsa Politik- und Sozialforschung GmbH vom Mai 2018, die im Auftrag des Verbands Bildung und Erziehung (VBE)

 

Als Lehrerstochter (aller Schularten) ist das eine Zahl, die mich nur wenig erschreckt - schon immer gab es derartige Fälle. Nur beschreibt es VBE-Bundesvorsitzender Udo Beckmann ganz richtig: „Wir haben das Thema Gewalt gegen Lehrkräfte aus der Tabuzone geholt.“ Oft spielt dabei die Angst vor dem schlechten Ruf eine große Rolle, denn auch die Schulen stehen in Konkurrenz zueinander – heute mehr denn je.

SchülerDa wird ein „Fick dich“ oder „ich schlitz dich auf“ schon auch mal ignoriert und gar nicht mehr erwähnt. Doch wer ist nun in der Pflicht? Wer ist schuld? Die Politik, weil sie ein kränkelndes Schulsystem nicht verbessert, nicht mehr Geld investiert?
gemacht wurde.

 

Ein immer seltener werdendes Bild an der Schule:
Ohne Erziehungsaufgaben haben die Lehrer mehr
Zeit für den Bildungsauftrag der kommenden
Generationen. Bild: Fotolia-JackT123847589

Die Schulen und Lehrer, die personell nicht mehr in der Lage sind eine gute Betreuung anzubieten und von denen immer mehr auch Erziehungsarbeit abverlangt wird der die Eltern, die ihren Kindern ein anständiges Miteinander beibringen müssen, während sie den ganzen Tag arbeiten, um irgendwie über die Runden zu kommen? Es ist wohl eine Mischung aus allem und noch viel mehr Einflüssen, die nicht alle immer fassbar sind. Doch klar ist, im Schulsystem, wie auch in unserer Gesellschaft läuft schon lange etwas schief.

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