Sie schwächelt noch nicht – aber die Anzeichen sind nicht zu übersehen.

ManfredPortrait SWDie fetten Jahre scheinen vorbei, zumindest sie laufen aus. Dafür gibt es viele Gründe, unter anderem:
■ Unsere Regierung hat sich in den letzten Monaten nicht mit Ruhm bekleckert. Vornehm ausgedrückt. Aber das Flüchtlingsproblem ist es nicht – auch wenn einige Zeitgenossen dies aus populistischen Gründen gerne so sehen – sondern das Versagen in der „Diesel-Frage“, die Unfähigkeit bei den Renten wieder Sicherheit für das Alter zu schaffen und Millionen lässt man in die Altersarmut abgleiten. Dabei werden die Reichen immer reicher und die Einkünfte der Abgeordneten bleiben durch regelmäßige Nachschläge privilegiert.

Manfred Wanner empfiehlt „Wir müssen auf unsere Volksvertreter Druck ausüben“.

Ihr Kommentar trifft den Nagel auf den Kopf. Ich bin seit einem Jahr Rentner, was ich an Rente ausbezahlt bekomme, ist eine Unverschämtheit. Alles, was ich an freiwilligen Zusatzrenten abgeschlossen habe, muss ich jetzt ein zweites Mal versteuern, somit werde für meine Vorsorge auch noch bestraft. Doch nicht nur Renten- und Umweltpolitik liegen im Argen: Auch die Verkehrs- und Gesundheitspolitik kann man nur als mangelhaft bezeichnen. Bei Zügen und S-Bahnen sind Verspätungen und Ausfälle eher die Regel als die Ausnahme, zu den Stoßzeiten sind die Bahnen völlig überfüllt. Und versuchen Sie mal einen Termin beim Facharzt zu bekommen. Sollten Sie den ärztlichen Notdienst benötigen, so müssen Sie von ihrer niedrigen Rente auch noch ein Taxi bezahlen, um dann stundenlang zu warten, ganz gleich wie schlecht es einem geht. An Politiker, Parteien, Verwaltung heranzutreten, führt meiner Erfahrung nach zu keinerlei Ergebnissen. Wenn überhaupt Antworten kommen, dann sind diese nahezu immer sehr allgemein gehalten und nichtssagend. Ja, wäre massiverer Druck notwendig.
Karl-Heinz Przychodniak, Weil im Schönbuch

Wir müssen auf unsere Volksvertreter Druck ausüben.
Oder die „Alternative für Deutschland“ nimmt sich den Themen an.

Von unserem Redaktionsleiter Manfred Wanner

Reichstag FotoliaältereFrauFotoliaSollen wir uns lokalen Medium mit der großen Politik beschäftigen? Einige Argumente sprechen dagegen, andere wiederum dafür. Fest steht, dass die großen gesellschaftlichen Veränderungen durch die Politik veranlasst, sich auch bei uns auf dem Lande auswirken bzw. die Menschen beschäftigen. Wo aber fängt man an und wo hört man auf?

 

 

Bilder oben: Im Bundeshaus, dem "Alten Reichstag", versammeln sich regelmäßig ca.700 Abgeordnete um Schaden vom deutschen Volk abzuwenden. Dabei werden offensichtlich Millionen Menschen vergessen die heute und in Zukunft unter der Altersarmut leiden werden. Fotos: Fotolia

Nehmen wir nur zwei Beispiele:

SWRenaWeissPortraitDennoch wir es immer mehr von ihnen verlangt und damit fehlt Zeit für die Bildungsarbeit in der Schule — Kommentar der PPM-Redakteurin Rena Weiss (Bild).

 

Fast die Hälfte aller befragten Schulleitungen (48 Prozent) gibt an, dass es an ihrer Schule in den letzten fünf Jahren Fälle von psychischer Gewalt gab, also Fälle, bei denen Lehrkräfte direkt beschimpft, bedroht, beleidigt, gemobbt und belästigt wurden. Das ergab eine repräsentative bundesweite Befragung unter Schulleitern allgemeinbildender Schulen der forsa Politik- und Sozialforschung GmbH vom Mai 2018, die im Auftrag des Verbands Bildung und Erziehung (VBE)

Datenklau Fotolia 

Wir nennen die Gründe und rechnen damit, dass die Datenlecks oder bewussten Manipulationen bei Facebook alsbald behoben werden.

ManfredPortraitJetzt reicht es!! Hier und bei vielen anderen Dingen, die täglich von seriös arbeitenden Journalisten entdeckt, recherchiert und veröffentlicht werden.
„Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste“, heißt ein Sprichwort. Die unsichere Situation auf den Facebook-Rechnern von Mark Zuckerberg zwingt uns zum Handeln.

 Kindergeld Grafik 

Dieses Land duldet, dass 343 Millionen Euro Kindergeld ins Ausland fließen.

In unserem Staat – nicht im „Staat der Berliner Abgeordneten“ – fehlt Geld zur Finanzierung dringender Verbesserungen. In einem Land mit 36 Milliarden Euro Haushaltsüberschuss; Managern – deren Leistungen gegen jede Vernunft honoriert werden und bei Entlassungen „goldene Handschläge“ erhalten; Staatsdiener – Bundes- und Landesbeamte deutlich höhere Ruhestandsbezüge erhalten als Arbeitnehmer aus der freien Wirtschaft; drei Millionen Jugendliche unterhalb der Armutsgrenze leben; mehrere tausend Pflegekräfte fehlen und die vorhandenen auch noch schlecht bezahlt werden; Profi-Fußballer innerhalb weniger Jahre Millionäre sind; Großverdiener gar nichts oder nur Mindestbeiträge in die Sozialkassen einzahlen; viele Polizeibeamte fehlen und diese auch noch Fußballveranstaltungen schützen müssen; zigtausend Menschen nur satt werden, weil sie die Tafeln aufsuchen; die Zahl der Abgeordneten sich auf seltsame Weise vermehrt und jeder von ihnen Managerbezüge erhält usw. usw. Weitere Auffälligkeiten könnte man anfügen.

Kommentar von unserer PPM-Redakteurin Rena Weiss

RenaWeiss PortraitDie Schlagzeilen über sexuellen Missbrauch vor allem in den USA brechen nicht ab und mit ihnen die Bewegungen wie MeToo und TimesUp. Als Frau ist es mit dieser Medienpräsenz kaum vermeidbar, sich Gedanken über sexuelle Belästigung und vor allem auch die Rolle der Frau im Berufsleben zu machen.

Werden BM-Wahlen durch dubiose Kandidaten zur Volksbelustigung?

 

MaPortraitApril15Unsere Demokratie treibt gelegentlich komische Blüten. Das Wahlrecht ist relativ weit gefasst, so dass fast jede „unbescholtene Person“ für ein Mandat oder Amt kandidieren kann. Da haben sich die Frauen und Männer, die nach Nazi-Deutschland über unserer Verfassung gesessen haben, etwas dabei gedacht. Aber wie so oft, hat jede Regelung seine Sonnen- und Schattenseiten. Gefördert durch die Veränderungen in unserer Gesellschaft, durch Missstände, schnelle Medien, einer wachsenden Anzahl von Populisten, Wutbürger, etc.

Der bekannteste Wutbürger war der 2004 verstorbene Helmut Palmer (Vater des aktuellen Tübinger Oberbürgermeisters), bekannt als Remstal-Rebell. Er war ein politischer Einzelkämpfer und trat als solcher bei 250 Bürgermeisterwahlen an. In Schwäbisch-Hall hätte er 1974 beinahe Oberbürgermeister werden können, denn er erreichte im ersten Wahlgang respektable 40,74 % der Stimmen und im zweiten gar 41,43 %. Sicher gibt es in Deutschland weitere vergleichbare Fälle.

 

WAHLEN grafik

 

Wir sollten dieses hohe Gut der Demokratie nicht auf’s Spiel setzen. Keine Experimente.

ManfredSept1724. September 2017. Mit Ihrem Kreuzchen auf dem Stimmzettelzettel wird aus Ihrer Wahlpflicht ein kleiner, wenn auch wichtiger Beitrag zur Pflege und Festigung unserer Demokratie. Ob es die Parteien am Ende mit den Interessen Deutschlands gut meinen, stellen wir fest, wenn sich Regierungs- und Oppositionsparteien gefunden haben. Es scheint in jedem Fall interessant zu werden.

„Der Wahltag darf nicht zum Zahltag von politischen Abenteurern werden“

AfD und FDP werden möglicherweise zum Zünglein an der Waage. Groß sind aberdie Einflüsse auf alle Volksvertreter, die unter dem Druck von populistischen Strömungen, Interessenverbänden und Lobbyisten Rückgrat behalten sollen. Verlockungen, die mehr persönlichen und geschäftlichen Einfluss versprechen oder gar finanzielle Vorteile, sind von unserem Alltag kaum mehr wegzudenken. Der freiheitlichen und unabhängigen Presse ist es immer wieder zu verdanken, dass Verfehlungen einzelner Personen in Parlamenten, Unternehmen und Organisationen an’s Tageslicht befördert werden und nicht selten Staatsanwälte aktiv eingreifen.

 Intern.MaßstäbeWählen Sie Parteien, die unserem Land in Sachen Menschenrechte, Klima, Friedenssicherung zu großem Ansehen auf der Welt verholfen haben. Offen für eine Vielfalt von Kulturen, Hautfarben und Glaubensrichtungen. Weder Ausländerfeindlichkeit, Ausgrenzung von Behinderten und sonstigen Minderheiten dürfen unsern Alltag bestimmen. Nach den Erfahrungen des Nazi-Reiches hat es Deutschland gut getan, offen, anständig und hilfsbereit den Menschen anderer Länder zu begegnen.

 

 


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