ManfredNov17Seit Monaten tritt die Pandemie als Verstärker von innerdeutschen Problemen auf, die längst bekannt sind, aber erst seit dem Frühjahr 2020 vielerorts für zunehmenden Ärger in der Bevölkerung sorgen. Milliarden wurden vom Staat ausgegeben, um die Folgen für die Wirtschaft abzufedern und den von Kurzarbeitergeld betroffenen Menschen zu helfen. Ungerechtigkeiten war vorprogrammiert und es offenbarte sich ein Fass ohne Boden.

Die Verantwortlichen in der Politik und in den Behörden haben in der Lernphase so manchen Fehler gemacht. Und man staune: die Fehlerkette fortgesetzt. Dies darf aber kein Grund dafür sein, dem Chaos in einem sonst zivilisierten Land durch die Verweigerung angeordneter Schutzmaßnahmen den Weg zu bereiten. Die Stimmen aus den Lagern von Demonstranten und Querdenkern sind ernst zu nehmen. Aber Aufrufe zum kollektiven Ungehorsam gehen gar nicht. Schon gar nicht zusammen mit den Chaoten von der Straße, die unsere Polizei ständig provozieren und beleidigen. Angeblich geht es ihnen um die Freiheit. Welche Freiheit? Man darf doch demonstrieren, wenn man die vom Gesetz vorgeschriebenen Regeln einhält. Schon sonderbar, wenn die Freiheitsrechte gemeinsam von Verschwörungstheoretikern, Juden- und Moslemhassern, Holocaust-Leugnern, Impf- und Stuttgart- 21-Gegnern, Wunderheilern, religiösen Sekten, Partyfans, selbsternannten Wissenschaftlern, Rechtsradikalen und linken Krawallmachern eingefordert werden. Alle anderen Probleme die wir haben werden dem Thema Corona untergeordnet.

Auf die Spitze treibt es ein führender FDP-Politiker und Rechtsanwalt. Dieser fordert die Gegner der Maßnahmen zur Pandemiebekämpfung auf, dagegen zu klagen. Ein absolutes „No go“ für einen Bundestagsvizepräsidenten. Ein Schelm, der dabei Böses denkt, wenn der Gescholtene eine RA-Kanzlei betreibt.

Mein Appell an die Politik: Einbindung des Bundestags bei der Suche nach praktikablen Lösungen. Das Volk mitnehmen, dazu zählen auch die Gastronomen, Blumenläden usw. und nicht alles von „oben herab anordnen”.Der Appell an uns alle: Sorgen wir solidarisch dafür, dass der Spuk bald zu Ende ist und mit Disziplin ein dritter Lockdown vermieden wird. Leider sind Lockerungen für viele Menschen ein falsch verstandenes Zeichen dafür, alle Hemmungen abzulegen. Sind wir doch ein "unmündiges Volk", dem man in Notlagen immer wieder sagen muss, was geht und was nicht? Wo bleibt der gesunde Menschenverstand?

 

Frauen KommentarNov2020neu

 

 

Aus der Sicht von PPM-Redakteurin Rena Weiss (Bild)

Immer mehr Frauen trauen sich in die Chefetagen. Damit dies aber für die breite Masse möglich ist, muss noch viel passieren.

Trotz Abschluss am Technischen Gymnasium traute ich mich als junge Frau nicht, in der technischen Branche Fuß zu fassen. Weibliche Vorbilder, die mich bestärkt hätten können, gab es wenige. Mittlerweile gibt es mehr weibliche Vorbilder, die in Männer dominierten Berufen sozusagen ihren Mann stehen – dazu zählt auch die Chefetage und zwar in allen Branchen.

Amazon 1 

Ländliche Einkaufsstätten scheinen zu resignieren - Der Handels- und Gewerbeverein Holzgerlingen bastelt an einer hoffnungsvollen Antwort

Während die innerörtlichen Fachgeschäfte immer weniger werden, steigen die Umsätze von Amazon überdurchschnittlich, ja geradezu beängstigend. Der Konzern gehört zweifelsohne zu den „Gewinnlern“ der weltweiten Corona-Pandemie.

Was ist passiert? Kapital und exzellentes Marketing steuerte die Kaufkraft in’s Internet. Wenn nicht schon passiert, bekommt die Freizeitbeschäftigung „Shopping“ eine neue Dimension.

 

Transeuropäischer Viehtransport

Gequälter Schweinerüssel

 

Ein Video brachte alles in‘s Rollen – Metzgerbetriebe und Gastronomen verstreiten sich um das Wohl der Schlachttiere, Kunden und Gäste – Weitere Videos zeigen teilweise katastrophale Zustände in den Ställen der Mastbetriebe

Fotos oben: Gedränge auf einem Viehtransporter, gequälter Schweinerüssel
PPM-Bilderarchiv

Die Ereignisse im Gärtringer Schlachthof gaben einen Einblick in eine Branche von der man gehofft hatte, dass in lokalen Schlachthöfen die Welt noch in Ordnung ist. Seit dem Corona-Ausbruch in Europas größter Fleischfabrik steht das „Nahrungsmittel Fleisch“ unter besonderer Beobachtung. Mit Recht. Verbraucher-Organisationen, Tierschützer, Mediziner, Bauern sowie das Metzger-Handwerk beanstanden schon seit vielen Jahren die Zustände in der Branche. 

Ruinöse Erzeugerpreise, Reklame der Discounter mit Niedrigstpreisen, die teilweise tierverachtenden Stallungen und Tötungsfabriken, die Bedingungen bei Transporten und die Antibiotika-Futterbeigaben sind bei Schweine- und Rindermasttieren Gang und Gebe – alles um am Ende einen billiger Kilo-Preis im Laden zu erzielen.

Corona. Viel Unsinn wurde geschrieben, vor allem BILD tat sich dabei mit Breitseiten gegenüber der Wissenschaft besonders hervor und sympathisierte mit allen, die kein Verständnis für die Maßnahmen der Regierung aufbrachten.
Eine Spaltung in der Bevölkerung wurde teilweise sichtbar. Verschwörungstheorien, politische Extreme, Holocaust-Leugner und ManfredNov17Weltverbesserer hatten auf Plätzen und Straßen zeitweise Hochkonjunktur. Die berechtigen Sorgen vieler Menschen gingen in dem sich radikalisierenden Klima unter. Schade. Wir meinen: vieles wurde richtig gemacht. Nicht alles, aber unter dem Strich konnte Deutschland die Pandemie erfolgreich bekämpfen. Und das gilt. Ja, wir geben immer noch hier und da ein gutes Beispiel der Weltgemeinschaft. Trump, Putin und Bolsonaro dürfen bei uns abschreiben.

Querdenker 

Die Coronakrise bringt beängstigende Charakterzüge an’s Tageslicht.

Ehrlich, wir Deutschen sind verwöhnt.Der lange Frieden nach dem 2. Weltkrieg, die Trümmerfrauen und Pioniere des Wiederaufbaus, Erfinder, Managertypen, emanzipierte Frauen, die verantwortungsvollen Gewerkschaften und Unternehmer mit sozialer Verantwortung sowie fleißige Arbeitnehmer schufen gemeinsam die Grundlage für ein demokratisches und wohlhabendes Land. Wir haben viele Krisen überstanden, zum Beispiel den RAF-Terror, Bankenzusammenbrüche, die Flüchtlingswellen vom Balkan und aus dem Nahen Osten, die Mauer durch Deutschland, sowie den Rechts- und Linksextremismus nur teilweise.

Heimsuchung ChanceCorona 

 

 

Wer in unserem vom Virus gebeutelten Land will nicht so schnell als möglich Normalität und wieder Sicherheit?

Kaum wurde uns das Ausmaß der Corona-Attacke auf unsere Bevölkerung bewusst, da forderten FDP-Chef C. Lindner und CDU-MdB Linnemann gleichermaßen die baldige Lockerung der Maßnahmen die zur Eindämmung des sich schnell verbreitenden Grippe-Virus ergriffen wurden.

Eine Flucht vor der Realität ganz im Sinne deren Klientel. Die Verantwortung tragenden Politiker haben möglichst flexibel und wissenschaftlich begleitet gehandelt. Im Vergleich zu den Zuständen im Ausland waren die deutschen Maßnahmen für alle sehr schmerzlich, aber unter dem Strich erfolgreich.

Niemand weiß, wie die nächsten Wochen verlaufen, wenn Schulen und Geschäfte wieder geöffnet sind. Ob die Zahlen der Covid-19-Todesfälle und Infizierten, das überlastete Pflegepersonal, teilweise fehlende Schutzkleidung etc. in den Kliniken Anlass geben vollständig die Reset-Taste zu drücken?

Was muss noch alles passieren, damit sich die Abgeordneten mehr um ihr Volk kümmern und nicht um Posten, Sitzungsgelder und Nebeneinkünfte?

ManfredLaptopDie deutlich sichtbar werdenden gesellschaftlichen Verwerfungen verunsichern die Menschen. Nicht allein die AfD - denn sie ist ein Produkt der sich breitmachenden Angst und eher eine Folge des Versagens der Altparteien.

Feuerwerk

 

Dafür ernten wir 5000 Tonnen krank machenden Feinstaub, importiert in Feuerwerkskörpern aus China

Der Autor dieser Zeilen gibt zu, dass man beim Genuss vieler Annehmlichkeiten im täglichen Leben es schwer hat, da oder dort Einschränkungen in Kauf zu nehmen.
Als Folge sind ganze Berufszweige davon betroffen und bangen berechtigterweise um ihre Existenz, so wie zum Beispiel die Automobilwerker und deren Zulieferer sowie die Landwirte, die sich ebenfalls Sorgen um ihre Familien machen.

Richten wir den Focus aktuell auf die private Silvesterknallerei die mich viele Jahre durch das Leben begleitete, mir und meinen Freunden auch Spaß gemacht hat.


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