Larsow Wasmichantreibt

 

Ein Mann ohne Ziel 

In der Krise zeigt sich die wahre innere Größe eines Menschen, der Zusammenhalt einer Gesellschaft oder auch die Standfestigkeit einer Demokratie. Bei Hans und Martina Larsow zeigt sich in der herausfordernden Zeit, wie wertvoll es ist, an seinen Idealen festzuhalten, obwohl Hans Larsow in seiner direkten Art sagt: “Ich hatte und habe keine Ziele”.

Vielmehr spricht er von Herausforderungen, von Werten und von Disziplin. Im Gespräch mit ihm und seiner Frau nutzen sich diese gern verwendeten Begriffe nicht ab. Vielmehr spürt man die Ernsthaftigkeit und die Konservierung dieser, für die Larsows Idealvorstellungen.

LarsowMartinaSeit Jahrzehnten bildet er gemeinsam mit Ehefrau Martina (Bild) Kampfsportler aus, engagiert sich im schulischen Sportunterricht und war als persönlicher Trainer für Wirtschaftsbosse tätig. “Geplant war das alles nicht, vielmehr hat sich das alles entwickelt”, so Hans Larsow rückblickend.
Von einem vorgezeichneten Weg kann man dabei nicht sprechen, denn als Heranwachsender hätte das Pendel auch in die andere Richtung schlagen können. Aufgewachsen ohne Vater, längere Krankenhausaufenthalte und Prügeleien auf dem Schulhof zierten seinen Weg. “Kämpfen musste Hans schon immer”, sagt Martina Larsow, die als lizensierte Trainerin ihrem Mann nicht nur sportlich zur Seite steht.

 

 

 

LaesowKickboxerDie Regeln die Hans Larsow in seinem Sportcamp aufstellt sind einfach. Schule, Ausbildung und ausreichend Schlaf, danach sollen sich seine Schützlinge um ihren Sport kümmern. “Auch wenn sich das ziemlich diktatorisch anhört, im täglichen Miteinander trainieren die Sportlerinnen und Sportler in einem absoluten Vertrauenskosmos. “Ich fordere viel, ich gebe aber auch viel”.
Wer den erfolgreichen Sportler und Unternehmer mit durchtrainiertem Körper sieht, kann sich kaum vorstellen, dass er früher zum Einkaufen von seiner Mutter einen Zettel mitbekam. “So musste ich nicht reden und brauchte nur den Zettel über die Ladentheke reichen”, blickt er auf eine Zeit zurück, die für ihn nicht einfach war. “Als Zehnjähriger wog ich über 100 Kilogramm”.

 

 

Vom Leben nicht verwöhnt

Nach Schule und Ausbildung begann er bereits in Teilzeit zu arbeiten um mehr Zeit für seinen Sport zu haben. “Das war damals absolut ungewöhnlich”. Mehrere Reisen nach Asien und nach Holland und ein Aufenthalt in einem Zen-Kloster waren für ihn zutiefst inspirierend. Neben den eigenen sportlichen internationalen Erfolgen bestritten auch die von ihm betreuten Kämpfer sehr erfolgreich in Europa ihre Wettbewerbe. “Geplant war das alles nicht, ich habe nur versucht, meine Sache durchzuziehen”.
Man kann sich allerdings dabei schwer vorstellen, dies alles ohne ein Ziel vor Augen verwirklichen zu können. Doch im Gespräch mit ihm wird schnell klar, dass Hans Larsow tief im Innern doch ein Ziel hat. Er möchte seinen Weg gehen, egal ob dieser unbequem ist. Von seinen Idealen und Vorstellungen rückt er nicht ab. “Akzeptanz eines jeden Menschen, egal wie er ist und was er darstellt, ist absolut wichtig für unsere Gesellschaft”.
Ehrlichkeit, Gerechtigkeit, Ausdauer und Demut begleiten ihn auf seinem Weg und man hat nicht den Eindruck Hans Larsow liegt so falsch mit seinen Ansichten.

 


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