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Der Erste Beigeordnete und Kämmerer Ioannis Delakos entschied die Wahl für sich

Foto Roland Fuhr. First-Ladies, alter und neuer Bürgermeister von links: Tabea Dölker, Ioannis Delakos, Nicole Delakos und Wilfried Dölker.

Die Schlacht, die aber keine war, um den Bürgermeisterposten in Holzgerlingen ist geschlagen. Der 42-jährige Favorit Ioannis Delakos hat wie von vielen erwartet mit Zweidrittel der Stimmen deutlich gewonnen und darf für seine erste Amtsperiode einen tüchtigen Rückenwind mitnehmen. Das ist gut so, denn ein eher knapper Ausgang hätte die notwendige starke Position des neuen Bürgermeisters in Frage stellen können.

 

KlausnerStäblerAls aufrichtiger Demokrat hat man sich eine höhere Wahlbeteiligung gewünscht, zumal über die Lebensqualität einer Kleinstadt vorrangig nicht in Berlin oder Stuttgart entschieden wird, sondern auf dem Rathaus zusammen mit dem Gemeinderat. Offensichtlich hatte sich dies im Stadtteil Hülben noch nicht rumgesprochen. Von rund 1000 Wahlberechtigten gingen nicht mal 300 zur Wahl. Das kann nachdenklich machen.

Eine höhere Wahlbeteiligung ist auch im Sinne des fair aufgetretenen Zweitplatzierten Achim Klausner (im Bild rechts mit Hauptamtsleiter Jan Stäbler) gewesen. Mit seiner Bewerbung wahrte die Holzgerlinger Bürgermeisterwahl den Hauch einer äußerst ernsthaften und somit seriösen Veranstaltung. Ein sicher hinkender Vergleich mit anderen Kommunen sei an dieser Stelle erlaubt. Nicht die Masse der Kandidaten ist ein Garant dafür, ob die Stelle fachlich optimal besetzt wird, sondern die Qualifikation und Ernsthaftigkeit der Bewerber/innen. Achim Klausner erfüllte die Kriterien, traf aber auf einen Kontrahenten, der hier offensichtlich mehr bieten konnte. Ein deutlich höherer Bekanntheitsgrad besorgte den Rest.

 

DelakosLandrat

 SprißlerDelakos

 

Linkes Bild: Offensichtlich gab es von Landrat Roland Bernhard (links) gleich gute Ratschläge für die künftige Zusammenarbeit.

Rechtes Bild: Herrenbergs OB Thomas Sprißler gratulierte seinem neuen Kollegen in der Bürgermeistergilde. Sprißler weiß wie man Wahlen gewinnt, erreichte er doch 2015 bei seiner Wiederwahl 97,5 Prozent der abgegebenen Stimmen, allerdings bei nur 24 Prozent Wahlbeteiligung.

Fridi Miller und Rolf Krauß lieferten lediglich Diskussionsstoff bei den Wahlveranstaltungen. Genau genommen auch einige gute Anregungen, die man aus ihren Werbeprospekten entnehmen konnte. So gesehen, zeigte sich Kandidatin Miller gegenüber unserem PPMagazin empört und drohte mit ihrem Rechtsanwalt. Grund: Sie sah sich diffamiert, weil wir uns zu wenig mit ihrem Wahlprogramm beschäftigt hätten. Es wäre zu wünschen, dass für die Zulassung von weiblichen und männlichen Bewerbern die gesetzlichen Zulassungskriterien geändert werden.

DIE WAHLFAKTEN Nur 5207 Wahlberechtigte (51,8 Prozent) von insgesamt 10 052 gingen zur Urne. Delakos vereinigte 3403 Stimmen (65,51 Prozent) auf sich. Für Achim Klausner votierten 1719 (33,09 Prozent). Rolf Krauß bekam 32 und Fridi Miller 17 Stimmen.

Anmerkung: Die Tageszeitungen Böblinger Bote, SZBZ und die Regionalzeitungen StZ und StN berichteten zeitnah über den Ausgang.

 

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Bild links: Herzlich willkommen in Holzgerlingen. Der Wahlsieger Ioannis Delakos und seine Frau Nicole am Abend des Erfolgs.

Bild rechts: Spiele im häuslichen Kreis der Familie in Rosenfeld gehören bald der Vergangenheit an.


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