Keine Steuererhöhung wegen der Pandemie

Holzgerlingens Bürgermeister Ioannis Delakos sieht seine Stadt finanziell gut aufgestellt. Projekte sollen wie geplant umgesetzt werden – so auch die Weiterentwicklung der Innenstadt.

Delakos VerkleinerungDie Pandemie belastet die Menschen im ganzen Land – auch finanziell ist das in den Kommunen zu spüren. Die Holzgerlinger jedoch müssen keine Steuererhöhungen befürchten, sagt Bürgermeister Ioannis Delakos. „Wir kommen bisher glücklicherweise sehr gut durch diese Krise durch“, so zumindest zum Zeitpunkt des Gesprächs mit dem PPMagazin. Grund dafür seien nicht zuletzt die Hilfsprogramme, die durch Bund und Land ins Leben gerufen worden sind. So sei Holzgerlingen bislang nahezu unbeschadet, was den Finanzausgleich anbelangt.

 

Bild: Bürgermeister Ioannis Delakos - hat noch große Pläne mit seiner Stadt

 

Anna Walther bundestagswahl 2021

 

 

 

 

 

 

 

Liebe Leserin, lieber Leser,

am 26. September haben Sie die Wahl und entscheiden mit, wer in den kommenden vier Jahren unser Land regieren wird.

Vor der zukünftigen Regierung stehen bedeutende Aufgaben: Es gilt, Deutschland aus der Pandemie zu führen u nd die Basis für einen Restart zu schaffen. Doch nicht nur epidemiologisch und wirtschaftlich wird dies herausfordernd: Auch gesellschaftlich haben die vergangenen 1,5 Jahre der sozialen Distanz ihre Spuren hinterlassen – sei es im Bereich Bildung, aber auch im Gemeinschaftsempfinden. Es wird eine der wichtigsten Aufgaben der Politik, die Voraussetzungen dafür zu schaffen, dass niemand abgehängt wird und einer Spaltung unserer Gesellschaft gezielt entgegenzuwirken. Dabei wird es eine zentrale Aufgabe sein, in Bereichen voranzukommen, in denen die Pandemie einen klaren Aufholbedarf verdeutlicht hat: Die Digitalisierung muss entschieden vorangetrieben wer-den und die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist stärker denn je zuvor in den Fokus gerückt. Auch hier bedarf es guter Konzepte und funktionierender Lösungsansätze.

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Oftmals wenig Zusammenhalt zwischen Gewerbe und Einwohnern erkennbar   ̶
Der langsame Tod traditioneller Fachgeschäfte ist vielerorts sichtbar

Eine Vielzahl an Verbrauchern verlässt die Solidargemeinschaft zwischen den „örtlichen Einwohnern und den Fachgeschäften der Nahversorgung“. Die Pandemie hat den Prozess der Auszehrung bestimmt nicht ausgelöst, aber gefördert. Das Internet und die Mobilität der Menschen begleiteten seit mehreren Jahren die Veränderungen im Metzger- und Bäckerhandwerk, bei den Dienstleistern sowie in der Gastronomie. Von Jahr zu Jahr verlieren die Orte sichtbar an Attraktivität, obwohl die kommunalen Entscheidungsträger versuchen dieser Entwicklung mit baulichen Strukturmaßnahmen, wie Radwegen und Gestaltung von Freizeiteinrichtungen entgegenzuwirken.

DelakosInterview

 

Nicht ganz ohne Kritik an der Bundesregierung zieht Ioannis Delakos eine Zwischenbilanz

PPM-Redakteurin Rena Weiss berichtet aus einem Gespräch mit dem Holzgerlinger Stadtoberhaupt. Seit vielen Monaten werden die Pandemievorgaben des Bundes und der Landesregierung bürgernah in den Medien publiziert.

„Das letzte Jahr war eine sehr turbulente und herausfordernde Zeit“, sagt Ioannis Delakos, Bürgermeister der Stadt Holzgerlingen, über das Leben und Arbeiten in der Pandemie. Es sei mit das Herausforderndste, die Balance zu finden, die Menschen mitzunehmen, zu verstehen, ihre Sorgen und Ängste nachzuvollziehen und auf der anderen Seite die Maßnahmen und Regeln umzusetzen und durchzusetzen. Doch genau für diese Bemühungen erhielt der Bürgermeister viel Lob. So die PPM-Recherchen im Internet.

Tim Frasch blickt mit Optimismus in seine berufliche Zukunft.        

„Viele denken: Ich schaff mir den Buckel krumm und hab mit 40 einen Bandscheibenvorfall‘ und wissen nicht, was im Handwerk alles möglich ist“, glaubt Tim Frasch und erzählt zum Beispiel von wachsender Verantwortung auf Baustellen und kreativer Planungsarbeit.

FraschTimPortIhm selbst war schon in der 11. Klasse klar, dass er nicht studieren, sondern eine Ausbildung machen und perspektivisch den Fensterbau-Betrieb in fünfter Generation übernehmen möchte. Seit 2019 hat er seinen Meister als Glaser, Fenster- und Glasfassadenbauer.

Bekannt für maßgeschneiderte und zukunftsorientierte Lösungen für Haus, Wohnung und Gewerbe.

Gorhan senjunGünter Gorhan: „Unser Schwerpunkt liegt im Bereich komfortabler und zukunftsorientierter Elektroinstallationen in Neu- und Altbauten von Privat- und Gewerbekunden sowie in der Installation von regenerativen Energien.“ Seine Firma wurde Anfang1991 von ihm gegründet und als Einzelunternehmen mit Sitz in der Kniebisstraße 7 geführt.

Kevin Stribick sammelt derzeit als Meister wichtige Erfahrungen.

StribickKevin2020Seine Eltern wären mit so ziemlich allen seinen Berufswünschen einverstanden gewesen, erzählt Kevin Stribick (Bild mwa), nur die Ausbildung im eigenen Betrieb hätten sie ausgeschlossen. „Es ist auf jeden Fall gut, an anderer Stelle gearbeitet und etwas anderes gesehen zu haben“, bekräftigt Kevin Stribick seine Entscheidung. In der Firma seines Vaters wird er noch lange sein: Perspektivisch will er sie übernehmen. „Ich freue mich darauf. Das darf aber gerne noch eine Weile dauern. Vorher muss ich noch viel lernen“, gibt sich der 25-Jährige selbstkritisch.

... im lokalen Wettbewerb mit dem US-Giganten Amazon und anderen Einkaufsplattformen.

amaznoLogoFotolia 77693102 S Modeeinkauf FirmaVAmazon: Mit Steuerschlupflöchern am deutschen Fiskus vorbei
oder

Merkando:   Beim Fachhändler vor Ort einkaufen und meinen Lebensraum sichern

 

Eine echte Schönbuch-Story, die mit fast 30 teilnehmenden Firmen immer mehr an Bedeutung gewinnt. „Wenn die Regierung uns den Laden dicht macht, müssen wir unsere Händler online bringen, die sind alle noch nicht so weit“, bringt Dr. Schittenhelm die prekäre Situation Anfang 2020 auf den Punkt. „Wir brauchen einen Online-Marktplatz.” In Alex Stamm und Martin Weisbach waren schnell Mitstreiter aus dem Gewerbe gefunden. Als kostenlose Soforthilfe stellte der Apotheker Schittenhelm die komplette Shop-Software und die Infrastruktur zur Verfügung. Mit diesem Angebot wurden innerhalb weniger Tage gleich mehrere Händler „online gestellt.“ Vorteil für die Risikogruppen während der Pandemie: Sie können sorgenfreier einkaufen. Alles, außer Klopapier.

Wir berichten aus dem Familienunternehmen Wanner in Holzgerlingen.

AlexLilian März21Seit über einem Jahr sorgt die Pandemie in unserer Wirtschaft für tiefe Einschnitte in Umsätze und Erträgen. Betriebe mussten geschlossen werden, Mitarbeiter*innen entlassen oder in Kurzarbeit geschickt werden. Die Zahl der Insolvenzen nimmt zu und hat ihren Höhepunkt noch nicht erreicht. Viele Einkommen stagnieren oder gehen spürbar zurück, was auch Folgen für das Bäckerhandwerk hat. Die Bäckereien – ohne deren Cafés – zählten von Beginn an zu den systemrelevanten Betrieben. Für die Grundversorgung mit Lebensmitteln durften sie produzieren und die Geschäfte für den Außer-Haus-Verkauf geöffnet halten.

Das PPMagazin erkundigte sich bei einem Bäckereibetrieb in unserem Verbreitungsgebiet, einem typischen Familienunternehmen mit mehreren Verkaufsstellen, und sprach mit dem Inhaber Alexander Wanner und Lilian Kienzle, der Prokuristin.


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