Openair Event von EMT

 

Neuer Geschäftsbereich aus der Not heraus entwickelt

Angefangen hat alles in Omas Garage. Während seiner Schulzeit hat sich Andreas Kienzle dort eine kleine Event-Firma aufgebaut. Auch nach der Fusion mit zwei Betrieben aus der Veranstaltungsbranche konzentrierte sich die Geschäftsidee von Event-Media-Tec (EMT) zunächst auf die Vermietung von Licht-, Ton-, Video- und Bühnentechnik.

Von unserer Mitarbeiterin Sandra Bildmann

Dieses Jahr sieht die Lage anders aus: Die Corona-Not hat auch die Verantwortlichen von EMT erfinderisch werden lassen. Statt mit Produktverleih und Serviceleistungen hält sich das Herrenberger Unternehmen durch Eigeninitiative am Leben. Kurzerhand beauftragte es sich selbst, indem es die Veranstaltungen, für die technisches Know-how von Nöten ist, in Eigenregie organisierte. „Als Selbstveranstalter kümmern wir uns um das Komplettpaket“, erzählt Geschäftsführer Kienzle und meint damit alles: von der Idee, ihrer Umsetzung über Parkplatzmanagement, Einlass und Gastronomie bis hin zum Konzert samt Abbau. Kienzle betont aber: „Wir haben uns die Bedingungen so gesteckt, dass wir nicht den ganzen Laden riskieren.“

 

Kultur im Auto Livebild Blick ins Publikum

Foto: Kultur im Auto

Auch er musste im März Kurzarbeit anmelden. Dennoch starteten der 38-jährige Herrenberger und sein Team früh mit der Planung für kulturelle Veranstaltungen, die unter den gegebenen Auflagen trotz des Virus durchführbar sind. Zwischen Mitte Mai und August hat EMT über 70 Veranstaltungen auf die Beine gestellt, zunächst als „Kultur im Auto“, später mit der Reihe „Kultur im Freien“ und deren Stationen in Nebringen, Holzgerlingen und Ehningen. Wirtschaftlich gelohnt habe es sich nicht, berichtet Kienzle. Der Aufwand sei gerade so kostendeckend gewesen. Das habe aber auch an der bisherigen Auslastung gelegen. Zwar waren mehrere Events – sogar mit 250 Besuchern - ausverkauft, doch über alle Abende verteilt habe man nur eine rund 30-prozentige Auslastung erreicht, konstatiert Kienzle. Mit Blick auf die kalten Wintermonate, in denen Open-Air-Veranstaltungen kaum möglich sein werden, sei es umso wichtiger, in den Sommermonaten Gas zu geben. Deswegen wird es noch eine Station von „Kultur im Freien“ geben: Vom 18. bis 27. September stehen in Sindelfingen neun Veranstaltungen auf dem Programm (siehe Infokasten). Auf Wunsch des Publikums wird Kienzle zusätzlich zu den Eintrittskarten sogenannte Solidaritätstickets anbieten, die ihm als Veranstalter eine finanzielle Stütze wären: Kunden bezahlen eine symbolische Platzkarte.

Mehr über EMT in der November-Ausgabe von PPM.


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