RöstkammerCafeInnen

 

Mit der Röstkammer eröffnen sich Kaffee- und Caféfreunden neue Möglichkeiten

Altdorf. „Kaffee muss heiß sein wie die Küsse eines Mädchens am ersten Tag, süß wie die Nächte in ihren Armen und schwarz wie die Flüche der Mutter, wenn sie es erfährt“ – zumindest besagt das ein altes arabisches Sprichwort.

Unsere Mitarbeiterin Rut Katzenmaier hat die Röstkammer besucht und berichtet

 

RöstkammerFriederFriedhelm Huber hat dem mit Sicherheit noch einiges hinzuzufügen, denn Kaffee ist sowohl sein Metier als auch seine Leidenschaft. In Altdorf hat er nun seine eigene Kaffee-Rösterei mitsamt Café eröffnet. „Der Traum von einem eigenen Laden, in den man reinkommt und sich sofort wohlfühlt ist schon ziemlich alt“, sagt der heute 41jährige. Bereits als Jugendliche hatten seine Schwester und er die Vorstellung, am Heimatort Altdorf etwas Entsprechendes auf die Beine zu stellen. „Von Kaffee war da aber noch überhaupt nicht die Rede“, grinst er. Kein Wunder, denn auf den Geschmack kam der gelernte Drucktechniker erst mit über 30.

Vom Druck zur Röstung

Dann aber umso konsequenter: Seine Festanstellung in München beendete er im November 2011 um eine Ausbildung zum Barista und Röster in der bayerischen Kaffeerösterei Vits zu starten. „Dort wird geröstet – es gibt aber auch ein Kaffeehaus und ich war drei Jahre lang zuständig für alles rund um den Kaffee. Das begann beim Rösten und endete beim Anrichten“, erklärt Huber. „Hinzu kamen diverse Kurse an der Kaffeeschule Hannover und zum Teil Fortbildungen über unseren Verband, die Specialty Coffee Association.“

Anfang 2018 schließlich öffnete die „Röstkammer“ in Altdorf ihre Pforten. Klein aber fein heißt es hier: sowohl was die Sitzgelegenheiten - etwa jeweils 12 drinnen und draußen - und als auch die unterschiedlichen Kaffeesorten anbelangt.

Das Konzept geht jedoch auf, denn der Röstmeister will ja nicht auf Masse sondern auf Qualität und Geschmack gehen. „Das Besondere liegt mir am Herzen“, betont der sympathische Besitzer. „Ich habe Rohkaffee aus Äthiopien, Brasilien, Indien, Costa Rica, Guatemala, Peru und Indonesien und den röste ich in einem kleinen 15Kilogramm-Ofen regelmäßig frisch. Mittels Temperatur und Dauer der Röstung kann ich viel Geschmacksnuancen aus den unterschiedlichen Bohnen herauskitzeln.“

Für die Bohne braucht es alle Sinne

RöstkammerFrieder.in.actionErriechen und erschmecken lässt sich da viel mehr als man sich als Otto-Normal-Kaffeetrinker so denkt: Neben der Zunge, die auf süß, salzig, bitter, sauer und umami (würzig) reagiert, lassen sich über Mund, Nase und Rachenraum noch RöstkammerTasse fruchtige, blumige, nussige und schokoladige Aromen ausmachen. Taktile Reize wie beispielsweise scharf, heiß oder adstringierend – also zusammenziehend –gehören ebenso zum Kaffeeprofil.

 

Kein Wunder also, dass sich daraus immer wieder wunderbare Getränke kreieren lassen. Auch in der Röstkammer findet man nicht nur Bekanntes. „Neben Cappuccino, Espresso, Latte Macchiato bieten wir Cold-brew-Kaffee an, frisch aufgebrühten wie bei Oma oder aber auch Cascara-cold-brew – das wiederum ist ein Eistee aus der Kaffeekirsche“, zählt der Altdorfer stolz auf.

Passende Cookies, kleine Kuchen, Brezeln, Croissants und Birchermüsli vervollständigen den Kaffeegenuss zum Frühstück oder am Nachmittag. Und wer einmal so gar keine Lust auf die Bohne hat, sitzt dennoch in der Röstkammer nicht auf dem Trockenen: Spezial-Limos mit Geschmacksrichtungen wie Birne-Rosmarin, Pflaume-Kardamom oder Zitrone-Ingwer versüßen einem ebenso den Tag wie eine gute heiße Schokolade oder ein Chai-Latte. „Auf Wunsch natürlich auch mit Hafer-, Soja-, Minus-L- oder Vollmilch“, betont Huber. „Hauptsache unsere Gäste fühlen sich rundum wohl!“

Öffnungszeiten:

Di/Do/Fr. 8.00 – 12.00 und 14.30 – 19.00 Uhr

Mi 8.00 – 12.30 Uhr, Nachmittgas geschlossen

Mo/ Sonn- und Feiertags ruht der Betrieb.

www.roestkammer.de


jung brecht 250 werbeiq 250 agentur2c 250 boese fotografie 250