Fleisch

Die heimische Fleischproduktion von Schweinen, Rindern und Geflügel muss geschützt werden, ebenso Haltungsstandards verbessert und Antibiotika-Futterbeigaben verboten.

Das PPMagazin begleitet seit geraumer Zeit den Themenkomplex „Fleisch als Nahrungsmittel“. Ein hoher Fleischverbrauch war bis vor Kurzem auch Ausdruck eines hohen Lebensstandards der Bevölkerung: „Man gönnt sich ja schon wenig, vor allem in Pandemiezeiten.“ Oder Aussagen der Branchenlobbyisten: „Fleisch muss auch für den schmalen Geldbeutel bezahlbar sein.“ Das hatte bisher Folgen.

Der Verfasser dieser Zeilen isst leidenschaftlich gern ein gutes Stück Fleisch, vornehmlich vom Grill. Und sieht schon lange die Probleme der Mastviehhaltung. Man müsste jetzt allerdings tiefer in die Politik einsteigen, um die Fehlentwicklungen, vor allem in der deutschen Landwirtschaft, aufzuzeigen.

Der Kauf von Fleisch hat gegenüber vielen anderen Lebensmitteln, z.B. Obst und Gemüse, schwerwiegende Folgen für unser Klima, das Tierwohl und unsere Gesundheit.

In Supermärkten wie Discountern wird jede Woche Fleisch wie Ramschware angepriesen, um die „fleischlüsternen“ Verbraucher*innen in die Läden zu locken.

Hier muss der Staat aus Fürsorge um die Gesundheit der Bevölkerung eingreifen und ähnlich dem „Tabakwerbeverbot“ entsprechende Gesetze erlassen. Dazu muss man wissen:

 

Werbung prägt Denkmuster und wer Fleisch ständig billig bewirbt,

schafft eine Legende, die uns allen und zukünftige Generationen

teuer zu stehen kommt ...

…. denn 98 Prozent des beworbenen Fleisches stammen aus einer tierschutzwidrigen Tierhaltung, in der der Einsatz von Antibiotika Alltag ist, in der tonnenweise Futtermittel aus ehemaligen Regenwaldgebieten verfüttert werden, in der Gülleüberschüsse Gewässer belasten und die Bildung von Ammoniak zu einer hohen Feinstaubbelastung führt.

Es muss etwas passieren. Auch zum Schutz vieler Landwirte, deren Erwerbsgrundlage in hohem Maß gefährdet ist.

Der Markt regelt leider nicht alles. Fleisch aus heimischer Produktion und Metzgereien vor Ort müssen unser Ziel sein. Anders geht es nicht.

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