Ines Kammerlander mit Anja Frischmann in einer Praxisgemeinschaft

InesMädchengross

 

 

 

 

 

 

 Atme, schlucke, spreche richtig! In der Praxisgemeinschaft Kammerlander hilft Logopädin Ines Kammerlander Menschen mit Sprach-, Sprech-, Stimm- und Schluckproblemen.

“Die Tugel ist rund und die Tatze macht Miau” – wenn Sie von Ihrem Kind solche Sätze hören, dann wäre es an der Zeit ein Gespräch mit dem Kinderarzt, den Erzieherinnen und eventuell auch mit Ines Kammerlander zu führen. „T und K oder G und D zu vertauschen, sind typische Sprachprobleme bei kleinen Kindern“, weiß Logopädin Ines Kammerlander. Seit zehn Jahren arbeitet sie bereits als staatlich anerkannte Logopädin in ihrem Beruf. Im November 2015 ist sie zusammen mit ihrer Schwester Anja Frischmann und deren Physiotherapiepraxis in neue Räumlichkeiten umgezogen.

 

LogopRaumDie Praxisgemeinschaft Kammerlander befindet sich weiterhin im Geopark im Industriegebiet Buch in Holzgerlingen – jetzt im zweiten Stock. Wer nun denkt, Logopädie und Physiotherapie haben aber auch so gar nichts gemeinsam, der irrt sich gewaltig. „Zum Sprechen aber auch zum Schlucken brauchen wir entsprechend kräftige Muskeln“, erklärt die 34jährige. “Die Zunge ist einer der stärksten Muskeln des menschlichen Körpers und muss für seine Aufgaben nicht nur eine gewisse Grundspannung und Mobilität haben, sondern auch bei Bedarf trainiert werden.“

Viele kleine Kinder habe oftmals einen großen Wortschatz, benutzen aber beispielsweise ihre Zunge falsch. Dadurch ergeben sich die meisten bekannten Sprech- und Sprachfehler, wie etwa das Lispeln. Dieses falsch “gelernte” Muster sollte geändert werden, um Zahnfehlstellungen entgegenzuwirken oder die kieferorthopädische Behandlung zu unterstützen.

 

Behandeln kann ich bereits Kinder ab wenigen Monaten, etwa Frühchen, Säuglinge oder Kinder mit Lippen-Kiefer-Gaumenspalte“, sagt Ines Kammerlander.

Die meisten Kinder mit Sprachauffälligkeiten kommen jedoch erst gegen Ende der Kindergartenzeit und das ist eigentlich schon fast zu spät, denn um eingefahrene Muster zu ändern braucht es vor allem Geduld, Zeit und regelmäßige Übung. Hausaufgaben heißt deshalb auch die Devise, denn alle Übungen müssen zwischen den Terminen weiterhin geübt werden. Ziel ist es, die Veränderungen so zu verinnerlichen, dass der Patient im täglichen Gebrauch nicht mehr darüber nachdenken muss, wie er etwas tun sollte, sondern der Vorgang automatisiert abläuft. Da in den Schulen inzwischen nach dem Konzept „Schreibe es so, wie du es hörst“ - also somit wie das Kind es sich vorspricht - unterrichtet wird, sollte dieser Prozess der Muster-Veränderung zu Beginn der ersten Klasse bereits abgeschlossen sein, um eine Lese-Rechtschreibschwäche nicht zu forcieren.

 

InesMädchenWas tun, wenn das jedoch nicht der Fall ist? „Es ist nie zu spät etwas zu verändern!“, sagt die Logopädin. „Allerdings wird es mit zunehmendem Alter einfach schwieriger.“

Bei der Logopädie für Erwachsene liegt der Schwerpunkt jedoch üblicherweise weniger auf Buchstabenverwechslungen: Ein typischer Behandlungsfall ist etwa der Einsatz von Logopädie nach einem Schlaganfall. „Aber auch Parkinson-Patienten, Patienten mit Stimmproblemen oder Gesichtslähmung sowie Schluckstörungen vom Säuglings- bis ins hohe Alter gehören zu meinen Aufgaben“, listet Ines Kammerlander auf. „Oft handelt es sich um Menschen, die nicht aktiv bei der Behandlung mitarbeiten können. Dann behandle ich besonders gerne nach der Therapie von Dr. J. Brondo und Morales. Hierbei werden die Muskeln durch Druck, Zug, Dehnung und Vibration durch den Therapeuten aktiviert und stimuliert, so dass der Patient seinen Möglichkeiten entsprechend lernt, etwa bei einer Gesichtslähmung die betroffenen Gesichtsbereiche wieder zu bewegen oder sogar wieder lernt zu “schlucken”.

 

Ines Kammerlander hat die notwendigen Zertifizierungs-Fortbildungen in den vergangenen zwei Jahren absolviert und ist von dieser Behandlungsmethode auf der ganzen Linie überzeugt: „Es ist ein ganzheitliches Konzept, das den Patienten relativ schnell sehr viel bringt.“

In den neuen Räumen der Praxisgemeinschaft stehen den Physiotherapeuten vier und der Logopädin zwei freundliche, helle Behandlungsräume sowie ein großer Gruppenraum zur Verfügung. „Das macht die Arbeit für Patient und Therapeuten schöner“, lacht die 34jährige. „Vertrauen und sich wohl zu fühlen ist der beste Ausgangspunkt, wenn man mit Kindern aber auch mit erwachsenen Patienten arbeitet.

 

Noch besser ist es natürlich, wenn gar nicht erst Sprachstörungen entstehen. “Jedes Kind hat sein eigenes Tempo und muss dort abgeholt werden wo es steht. Instinktiv richtig machen es viele Eltern, indem sie „Gute-Nacht-Geschichten vorlesen, gemeinsam singen, Fingerspiele üben und Reime sprechen. Das sind die besten und einfachsten Methoden um mit Spaß das Sprechen zu lernen und die Sprache zu entdecken“, betont die Logopädin. Und das gibt’s sogar kostenfrei und ohne Rezept.

InesJunge

 

 

 

 

 


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