Hochleistungsdämmung und Sonnenschutz

 

VentilatorHäring

 

Weil im Schönbuch. Die Notwendigkeit eines guten Wärmeschutzes im Winter ist heute jedem Hausbesitzer bewusst, da sich die Dämmung eines Gebäudes unmittelbar auf die Wohnqualität, seinen Heizbedarf und damit auf die Energiekosten auswirkt. Doch wie sieht es an heißen Sommertagen aus?

Bild: Fotolia Peter Atkins

 

 

 

 

 

 

"Heiße Räume im Dachgeschoss sind im Sommer eine Qual, aber leider nicht selten. Zudem liegen oft ausgerechnet die Schlafzimmer im Dachgeschoss. Kommt dann noch fehlende nächtliche Abkühlung dazu, ist an einen erholsamen Schlaf nicht mehr zu denken, denn in Altbauten mit unzureichender Dachdämmung können die Temperaturen schnell plus 30 º C und mehr erreichen“, berichtet Max Häring. Die Räume direkt unter dem Dach würden sich dann, insbesonders wie im Sommer 2015, in eine regelrechte Saunalandschaft verwandeln.

 

EnergieLOGO verkleinert„Gegen die Sommerhitze im Dachgeschoss hilft am besten eine gute Dachdämmung“, fährt der Dachdecker-/Zimmer- und Flaschnermeister fort. Denn was im Winter nachweislich gegen Wärmeverluste Wirkung zeigt, verhindere auch im Sommer das Eindringen von Sonnenwärme. Eine ideale Lösung für den Dachbereich sei eine so genannte Aufsparrendämmung - vorzugsweise Polyurethan mit einer Wärmeleitzahl von 023 - die, außen auf den Dachstuhl verlegt - die gesamte Konstruktion vollflächig einhüllt. Im Unterschied zur Zwischensparrendämmung würden hier Schwachstellen, wie zum Beispiel Wärmebrücken, vermieden. Bild Fotolia ascain64
Bei jedem Dämmstoff sei es gleichgültig, von welcher Seite die Wärme kommt. Seine Eigenschaft sei es, im Sommer den Wärmestrom von außen nach innen zu reduzieren oder im Winter umgekehrt von innen nach außen. Deshalb würde es in gedämmten Häusern im Sommer auch nicht wärmer, weil ‚die Wärme nicht mehr heraus kann’ wie oftmals behauptet wird. Max Häring: „Richtig ist, die Wärme kommt bei gut gedämmten Dächern erst gar nicht ins Haus“.

 

Eine weitere große Schwachstelle des sommerlichen Wärmeschutzes, bilden nach Meinung des Fachmanns, die Dachfenster. Scheint die Sonne durch sie hinein, käme es unweigerlich zu einer hohen Erwärmung der Räume. Fazit: Die Fenster sollten daher modernen Standards entsprechen und über einen wirkungsvollen Sonnenschutz verfügen. Ideal seien außen liegende Rollos oder Rollläden, denn sie hielten die Sonne davon ab die Räume unterm Dach zu erwärmen.

Man weiß inzwischen, dass die Energieeinsparung durch eine nachträgliche Dachdämmung meistens zwischen zehn und 20 Prozent liegt, je nachdem wie gut oder schlecht der alte Wärmeschutz war.

 

MHäringPortraitDer Tipp vom Fachmann: Egal, ob die Dachdämmung aus Gründen der Energieeinsparung oder zum sommerlichen Wärmeschutz eingebaut wird, die KfW vergibt für Dämmmaßnahmen attraktive Zuschüsse oder zinsgünstige Kredite. Voraussetzung: der sogenannte U-Wert von 0,14 für die Dachkonstruktion muss erreicht oder unterschritten werden. Hausbesitzer sollten sich daher unbedingt vor der Dachdämmung über eine Förderung informieren und diese zusammen mit dem Handwerker über einen Energieberater beantragen. Bild links: Max Häring

 


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